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Lexikon der Nachhaltigkeit

Über die alphabetische Reihung haben Sie einen schnellen Überblick auf Begriffe und Definitionen zur Nachhaltigkeit:

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A
  • Agenda 21
    Die Agenda 21, das zentrale Abschlussdokument der UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro, bietet einen vielversprechenden Lösungsansatz für die Zukunft. Sie beinhaltet den Auftrag an alle Städte und Gemeinden, gemeinsam mit ihren Bürgerinnen und Bürgern einen nachhaltigen Weg ins 21. Jahrhundert zu erarbeiten.
 
B
  • Betriebliche Agenda 21 - kurz "BA 21"
    ist der Name eines Nachhaltigkeitsprogrammes für die Wirtschaft in Komination mit der Lokalen Agenda 21 einer Gemeinde. Das Programm wurde im Auftrag der Ökologischen Landentwicklung Steiermark (ÖLE) und der Fachabteilung 19D, Amt der Steiermärkischen Landesregierung, von der Wallner und Schauer GmbH entwickelt und durchgeführt. In der steirischen BA21 nahmen mehr als 40 Unternehmen aus verschiedenen Branchen teil.

  • Biodiversität
    Seit der Amerikaner Edward O. Wilson in den 90er Jahren den Ausdruck der Biodiversität benutzte, um damit nicht nur die bunte und enorme Vielfalt der Lebensformen sondern auch ihre Verknüpfungen und Beziehungen untereinander in die Szene brachte, wird es nicht still um diesen Begriff. Nur durch die große Vielfalt der Arten kann auch die menschliche Rasse erhalten bleiben. Was „trocken“ klingen mag, sollte zwischenzeitlich jeden einzelnen zum Nachdenken bringen. Nachgedacht haben ja bereits viele. Das Ergebnis sind nationale und internationale politische Übereinkommen der letzten Jahre zum Schutz von Lebensräumen. Nun muss nach der Theorie auch gehandelt werden.

  • Business Agenda 21
    Business Agenda 21 steht für ein Programm eines Unternehmens, um sich auf die nachhaltige Entwicklung auszurichten. Eine Business Agenda 21 besteht aus einer Nachhaltigkeitsstrategie und einem Umsetzungsprogramm. Die Business Agenda 21 wird im gleichnamigen Buch "Erfolg mit der Business Agenda 21 - Nachhaltige Wirtschaft und Corporate Social Responsibility, 2004, Ökom Verlag, München, von Heinz Peter Wallner, Kurt Schauer und Dodo Kresse" beschrieben und mit Beispielen dargestellt. Das Buch wurde von der Wirtschaftsinitiative Nachhaltigkeit (WIN) unterstützt.
 
C
  • CSR - Externe Verknüpfung Corporate Social Responsibility
    Soziale Verträglichkeit - Konsistenz
    Die soziale Verträglichkeit verbindet die Dimension der Wirtschaft und der Gesellschaft im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung. Auch auf dieser Ebene gibt es Fragen der Effizienz und der Effektivität.
    Sozio-Effizienz will dabei die positive Leistung unternehmerischen Handelns in Relation zur wirtschaftlichen Wertschöpfung erhöhen bzw. die negativen sozialen Effekte reduziert. Es geht um eine relative Verbesserung der sozialen Bedingungen (Humankapital) um den wirtschaftlichen Erfolg als Steuergröße zu vergrößern.
    Wie bei der Öko-Effektivität kommt auch bei der Konsistenz (oder sozio-Effektivität) ein übergreifender und wertorientierter Ansatz zu tragen. Hierbei werden von den Unternehmen Handlungen eingefordert, die jenseits der Effizienzsteigerung liegen, diese sogar widersprechen können. Hierbei geht es um die gesellschaftliche Verantwortung des Unternehmens.

  • Cradle to Cradle
    Diese Strategie (von der Wiege in die Wiege) wurde von Michael Braungart und William McDonough entwickelt und weist einen Weg in eine ökoeffektive Zukunft. Ziel ist es, dass alle Produkte und Materialen entweder vollkommen biologisch abgebaut werden können (ein biologischer Kreislauf), oder - ohne Qualitätsverluste - vollständig in einem technischen Kreislauf wieder verwendet werden können.
 
D
  • derzeit kein Begriff definiert
 
E
  • Effektivität
    Ein Wort für die Aussage: "Die richtigen Dinge tun!"

  • Effizienz
    Ein Wort für die Aussage: "Die Dinge richtig tun!"
    Erst in Kombination wird es (in) unserer Gesellschaft nachhaltig möglich sein, höhere Ziele zu erreichen.
 
F
  • Frauenhaus
    Noch immer ein Tabuthema: misshandelte Frauen. In vielen Familien ist Gewalt Alltag. Hilfe und Beratung ist zwar zu bekommen, aber erst nach einem langen Leidensweg ergreifen Frauen diesen letzten Strohhalm und finden Unterkunft in einem der mittlerweile gut eingerichteten Frauenhäusern oder speziellen Wohnungen. Das erste moderne Frauenhaus in Europa wurde 1971 in Großbritannien gegründet, das erste deutsche 1976 in Berlin. Die Steiermark hat nun die Frauenhäuser in der Steiermark langfristig abgesichert. Unter Soziallandesrat Kurt Flecker beschloss die Landesregierung am 18. April 2005 Tagsätze für die Betreuung von Frauen und Kindern in den steirischen Frauenhäusern, um deren Betrieb von Förderungen unabhängig zu machen. Zukünftig sind die Tagsätze der Frauenhäuser und Krisenwohnungen in der Steiermark gesetzlich geregelt. Flecker: „Für jede betreute Person erhalten die Frauenhäuser € 48,- täglich in den ersten beiden Betreuungsmonaten, € 45,-täglich im dritten und vierten Monat und € 39,80 täglich im fünften und sechsten Betreuungsmonat. Diese Tagsätze sind im österreichischen Vergleich gut bemessen, damit Frauen und Kinder in der Steiermark gerade in traumatischen Situationen hochwertig und professionell betreut werden können.“ Mit Hilfe von Psychologen, Rechtsanwälten und Sozialarbeitern, die häufig ehrenamtlich arbeiten, werden den Frauen neue Perspektiven für sich und ihre Kinder aufgezeigt. Das Frauenhaus in Graz ist unter (0316) 429900 zu erreichen, das Frauenhaus in Kapfenberg unter (031862) 27999.
 
G
  • Ganzheitlicher Umweltschutz
    Wer stets auf der Suche nach den Ursachen der Umweltprobleme ist und gar nicht erst versucht, merkbare Symptome wegzufiltern, der betreibt Umwelt ganzheitlich. Am besten beschrieb die Philosophie den ganzheitlichen Umweltschutz. Eine kurze Geschichte aus dem Zen - Buddhismus: „Ein Zen-Meister namens Gisan bat einen Schüler, ihm einen Eimer Wasser zu bringen, damit er sein Bad kühlen könne. Der Schüler brachte das Wasser, kühlte das Bad und goss dann das restliche Wasser auf den Boden. "Du Tor!" schimpfte der Meister ihn aus. "Welches Recht hast du, auch nur einen Wassertropfen zu verschwenden?" In diesem Augenblick begriff der Getadelte, was Zen ist: Nichts verschütten, alles achten. Er änderte seinen Namen in Tekisui, was soviel heißt wie "ein Tropfen Wasser"." (Quelle: Die Zeitlose Weisheiten des Zen, Scherz Verlag).

  • Gender
    bedeutet "Geschlecht" und richtet den Blick auf die gesellschaftlich definierten Geschlechterrollen und die Prägungen von Männern und Frauen hinsichtlich ihrer Interessen, Bedürfnisse und Lebenskonzepte.

  • Gender Mainstreaming
    fordert als Querschnittaufgabe alle Akteurinnen und Akteure auf, Strukturen und Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass Chancengleichheit für beide Geschlechter erreicht wird.

  • Gender Kompetenz
    befähigt Menschen in Ihrem Handlungsfeld die "Gender Perspektive" einzunehmen und im Sinne der Gleichstellung der Geschlechter handlungsfähig zu werden.

  • Geschlechterdemokratie
    ist erreicht wenn weder Abhängigkeit noch Dominanz das Verhältnis der Geschlechter zueinander prägt und wenn Menschen bei der ausgewogenen Teilhabe an allen gesellschaftlichen Ressourcen (Besitz, Macht, Bildung etc) auf Grund ihres Geschlechts weder bevorzugt noch benachteiligt sind.
 
H
  • derzeit kein Begriff definiert
 
I
  • Indikatoren für nachhaltige Entwicklung
    Indikatoren sind definierbare, messbare Kennwerte, deren absolute Werte bzw. deren Veränderungsrichtung aufzeigen sollen, ob sich die Organisation nachhaltig entwickelt. Nachhaltige Entwicklung (Querverweis) ist ein umfassender Optimierungsprozess, der die drei Dimensionen Gesellschaft (sozio-kulturell), Wirtschaft (ökonomisch) und Umwelt (ökologisch) so ein Einklang bringen muss, dass die Entwicklungschancen maximiert werden. Die folgende Tabelle zeigt den Rahmenkatalog für die Erstellung der Indikatoren auf dem Weg zur nachhaltigen Entwicklung. Um den individuellen Anforderungen und Rahmenbedingungen jedes/jeder Unternehmens, Organisation, Gemeinde oder Region gerecht werden zu können, müssen die Indikatoren daraus auch individuell abgeleitet werden.

  • Inseln der Nachhaltigkeit
    Mit diesem Begriff sind Regionen definiert, die sich auf dem Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung befinden. Sie sind in gewisser Weise als "Inseln" zu sehen, weil sie sich ihrem Charakter nach völlig von ihrer Umgebung unterscheiden. Sie sind eingebettet in ein "Meer" von Regionen einer nicht-nachhaltigen Entwicklung. Dieser Idee der Inseln der Nachhaltigkeit liegt zugrunde, dass das sozio-ökonomische System in seiner Komplexität nicht auf einen Schlag zu ändern ist. Der Übergang von einer nicht-nachhaltigen in eine nachhaltige Zustand kann nur eine Evolution sein. Eine solche Entwicklung kann nur lokal beginnen und von den ersten "Kristallisationskeimen" auf das gesamte System übertragen werden.
 
J
  • derzeit kein Begriff definiert
 
K
  • Kooperationen, Netzwerk
    Bei einer Kooperation handelt es sich um eine freiwillige Form der Zusammenarbeit von (mehreren) Unternehmen, die rechtlich selbständig bleiben. In den Bereichen, in denen sie nicht in der Kooperation gemeinsam auftreten, bleibt auch die wirtschaftliche Selbständigkeit erhalten. Üblicherweise werden einzelne Funktionen zusammengelegt, um dadurch die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern (Einkauf, Forschung und Entwicklung, teilweise Marketing oder Vertrieb).

    Man unterscheidet horizontale (Unternehmen der gleichen Produktions- und Handelsstufe) und vertikale Kooperationen (Verbindungen mit Lieferanten oder Kunden) bzw. Konglomerate (unterschiedliche Branche und Produktionsstufe).

    Sobald mehrere Unternehmen untereinander Kooperationen eingehen, beginnt sich ein Netzwerk aufzubauen. Es handelt sich dabei um eine Erweiterung des Kooperationsgedankens.

    Wir vertreten die Auffassung, dass in Kooperationen für viele Unternehmen die Zukunft liegt. Diese (neue) Form der Zusammenarbeit ermöglicht es den einzelnen Akteuren Vorteile aus dem gemeinsamen Auftreten zu lukrieren, aber auch die Möglichkeit, von einander lernen zu können. Durch diese positiven Effekte soll der Unternehmenserfolg nachhaltig beeinflusst werden.
 
L
  • Lokale Agenda 21 - kurz "LA 21"
    Zwei wesentliche Elemente charakterisieren die Lokale Agenda 21, welche im Kapitel 28 der Agenda 21 festgeschrieben ist. Die Entwicklungen in den Bereichen Ökologie, Ökonomie und Soziales werden nicht länger isoliert voneinander betrachtet und alle Gemeindebürger werden aktiv in die Zukunftsgestaltung ihrer Gemeinde eingebunden. Die Lokale Agenda 21 entspricht einem Dach, das sich über gewachsene Strukturen der Gemeinde und ihrer Menschen, ihrer Vereine, ihrer Wirtschaft und Umwelt spannt. Darunter entstehen Ideen und werden Pläne entwickelt, wie die Gemeinde langfristig die Lebensqualität für ihre Bewohner sichern und verbessern kann. Die Ausrichtung auf zukunftsfähige Leitziele im Agenda-Prozess ermöglicht Bürgerinnen und Bürgern sowie Entscheidungsträgern Vorhaben zielgerichtet zu bewerten und Prioritäten bei geplanten Maßnahmen zu setzen. Zahlreiche innovative Gemeinden haben sich weltweit bereits dieser Herausforderung und Verantwortung gestellt und nutzen die Vorteile der Lokalen Agenda 21. (Quelle: Ökologische Landentwicklung Steiermark)
 
M
  • Motivation
    "Motivation ist dasjenige in uns und um uns, was uns dazu bringt, uns so und nicht anders zu verhalten." (Graumann [Einführung in die Psychologie], 3. Auflage, S. 1).
    "Der Einsatz von Führungsinstrumenten beeinflusst einerseits die Motivation der Mitarbeiter, andererseits kann die Motivierung von Mitarbeitern selbst als ein Führungsinstrument bezeichnet werden" (Wöhe [Einführung in die Betriebswirtschaftslehre], 20. Auflage, S. 125).

    Wir erachten die Motivation von Mitarbeitern als eines der Kernelemente eines funktionierenden Unternehmens. Motivation soll keineswegs aus finanziellen Anreizen entstehen, sondern viel mehr aus der Integration des Mitarbeiters in und die Identifikation mit der Firma. Lob und Anerkennung, Information, Verantwortung, die Vorbildwirkung der Geschäftsleitung und eine gemeinsam getragene Vision sind in diesem Zusammenhang wesentliche Aspekte.
 
N
  • Nachhaltige Entwicklung
    "Nachhaltige Entwicklung für Unternehmen bedeutet, die Anzahl der Zukunftsoptionen zu maximieren und so den eigenen Spielraum im Einklang mit der Gesellschaft und der Umwelt ständig zu erweitern". (Eigendefinition Wallner und Schauer)

    Die wohl bekannteste Definition der nachhaltigen Entwicklung entstammt dem Brundtland-Bericht (1987), die auch Basis für die Entwicklung der Agenda 21 im Rahmen der Weltklimakonferenz in Rio 1992 war:
    "Unter nachhaltiger Entwicklung verstehen wir eine Entwicklung, die den Bedürfnissen der heutigen Generationen entspricht, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen und ihren Lebensstil zu wählen" (UNO Weltkommission für Umwelt und Entwicklung)

    In dieser Definition wird deutlich, dass es sich um ein neues ethisches Prinzip handelt, dass sowohl räumlich (global) als auch zeitlich (künftige Generationen) auf einen Abgleich von Möglichkeiten und Bedürfnissen verweist.

  • Nachhaltigkeit
    Die meisten Definitionen richten ihren Fokus auf die Notwendigkeit einer gemeinschaftlichen Vorgangsweise zur Hebung und Sicherung des Lebensstandards.

    Die Präambel zur Agenda 21 definiert Nachhaltigkeit wie folgt: „Durch eine Vereinigung von Umwelt- und Entwicklungsinteressen und ihre stärkere Beachtung kann es uns jedoch gelingen, die Deckung der Grundbedürfnisse, die Verbesserung des Lebensstandards aller Menschen, einen größeren Schutz und eine bessere Bewirtschaftung der Ökosysteme und eine gesicherte, gedeihlichere Zukunft zu gewährleisten. Das vermag keine Nation allein zu erreichen, während es uns gemeinsam gelingen kann: in einer globalen Partnerschaft, die auf eine nachhaltige Entwicklung ausgerichtet ist.“

  • Nachhaltigkeit für Unternehmen
    "Nachhaltig Wirtschaften für Unternehmen bedeutet, die Anzahl der Zukunftsoptionen zu maximieren und so den eigenen Spielraum im Einklang mit der Gesellschaft und der Umwelt ständig zu erweitern".

  • Nachhaltiges Wirtschaften für Unternehmen
    Unter "Nachhaltigkeit" oder "nachhaltiger Entwicklung" eines Unternehmens verstehen wir die ganzheitliche Optimierung von folgenden Bereichen:

    1.) Entwicklung einer Unternehmensidentität,
    2.) Sicherung des Unternehmenswertes durch Innovation und Reinvestition,
    3.) Umwelt und Qualität integriert verbessern,
    4.) Einbindung aller wichtigen Stakeholder

    (MitarbeiterInnen, Kunden, Partner, das regionale Umfeld...) in die Zukunftsentwicklung". Ziel dabei ist es durch einen klaren Beitrag zur Steigerung des gesellschaftlichen Mehrwertes die Entwicklungsfähigkeit und damit den Erfolg des eigenen Unternehmens zu steigern.
    (Eigendefinition Wallner & Schauer GmbH, Graz-Wien)

  • Nachhaltigkeitsstrategie
    Strategien für Nachhaltigkeit maximieren die Anzahl der Zukunftsoptionen von Unternehmen und Organisationen, mit dem Ziel, den eigenen Spielraum im Einklang mit der Gesellschaft und der Umwelt ständig zu erweitern. (Eigendefinition). Eine Unternehmensstrategie für eine nachhaltige Entwicklung muss das Unternehmen auf neue Gegebenheiten einer sich verändernden Gesellschaft und Wirtschaft vorbereiten. Die Entwicklung des Unternehmens im Wandel der Gesellschaft wird ökonomische, ökologische und sozio-kulturelle Bereiche abdecken.

  • Netzwerk
    Sobald mehrere Unternehmen untereinander Kooperationen eingehen, beginnt sich ein Netzwerk aufzubauen. Es handelt sich dabei um eine Erweiterung des Kooperationsgedankens.
 
O
  • Öko-Effizienz
    Ökoeffizienz ist ein Prinzip zum Schutz der Umwelt. Dabei wird versucht, mit weniger Input mehr Output zu erzeugen. So werden beispielsweise Schadstoffe verringert und Umweltauswirkungen hinaus gezögert, jedoch nicht vermieden. 
    Durch Verbesserung der Input-Output-Bilanz (Bilanzdarstellung der Stoffstromanalyse und Energieanalyse) wird der Einsatz von Rohstoffen reduziert und die Belastung der Umweltmedien (Atmosphäre, Grundwasser, Gewässer, Boden, Fauna und Flora) durch Emissionen und Abfällen verringert. Öko-Effizienz strebt dabei eine relative Verbesserung bezogen auf das Produkt oder die Produktion an, d.h. z.B. durch Energieeinsparung weniger CO2-Emissionen oder durch bessere Rohstoffausbeute weniger Abfällen zu erzeugen.
    Durch Kompensationseffekte (Wachstum des Marktes, Veränderung des Verbraucherverhaltens, Begrenzung des Betrachtungsraumes) kann es bei öko-effizienten Lösung trotzdem zu einer zusätzlichen Belastung der Ökologie kommen.

  • Öko-Effektivität
    Diese Strategie steht in engem Zusammenhang mit dem Prinzip „Cradle to Cradle" (von der Wiege in die Wiege). Die Natur wird zum Vorbild genommen, so dass bedenkenlos überschüssig produziert werden kann, wenn keine Schadstoffe entstehen, sondern das „Zuviel" als Nährstoff in die Umgebung zurückgegeben wird.

    Ökoeffiktivität geht daher über die reine Effizienzbetrachtung einen Schritt hinaus:
    • Es wird eine absolute Reduktion der Umweltbelastung angestrebt, nicht nur eine relative (es ist zwar gut wenn Motoren effizienter werden, falls dadurch aber mehr gefahren wird, steigt die Gesamtbelastung sogar).
    • Es wird der gesamte Lebenszyklus eines Produktes oder Dienstleistung betrachtet, d.h. eine Systemperspektive eingenommen (die Auslagerung von ökologisch belastende Prozessschritte macht das Unternehmen zwar vordergründig sauberer, am Problem wird aber nichts geändert). 
    • Die Bewertung der ökologischen Probleme erfolgt nicht aufgrund der Wichtigkeit für das jeweilige Unternehmen sondern aus regionaler bzw. globaler Perspektive (wenn das Produkt gefährliche Stoffe enthält z.B. eingebaute Batterien, die vom Endkunden nicht sachgerecht entsorgt werden oder werden können, liegt das eigentliche Problem eben dort und nicht z.B. in der Öko-Effizienz der Beleuchtung im Unternehmen oder der Verpackung).

  • Ökologische Erziehung
    „In der jüngeren Generation muss ein Bewusstsein für die Bedeutung nachhaltiger Entwicklung geschaffen werden. Deshalb sollte der „ökologischen Erziehung" für Kinder und Jugendliche mehr Gewicht verliehen werden.“ Aus: „Agenda 21. Vision: Nachhaltige Entwicklung“, Campus-Verlag. Frankfurt

  • Ökologischer Fußabdruck
    Anhand eines ökologischen „Fußabdrucks“ kann jeder feststellen, wie „nachhaltig“ er lebt. Die Methode eignet sich aber auch für Regionen, bzw. für Länder. Für viele Länder ist der ökologische Fußabdruck bereits ermittelt worden. Österreich schneidet dabei immer noch so schlecht ab, dass unser Land wohl zweieinhalb Erdkugeln bräuchte, wenn alle Menschen ein derartiges Verhalten an den Tag legen würden. Der „footprint“ summiert alle Ressourcen, die ein Mensch oder eine bestimmte Bevölkerung verbraucht und drückt dieses „Weltflächen“ aus die nötig wären, soviel Ressourcen bereitzustellen. Den persönlichen „footprint“ kann man auf Externe Verknüpfung www.nachhaltigkeit.steiermark.at erstellen oder unter Externe Verknüpfung www.latschlatsch.de.
    Eine Menge globaler und seriöser Daten (international) finden Sie unter Externe Verknüpfung www.footprintnetwork.org.
 
P
  • derzeit kein Begriff definiert
 
Q
  • derzeit kein Begriff definiert
 
R
  • Ruhegeld für Pflegepersonen
    Pflegepersonen, die das 60. Lebensjahr vollendet haben und 15 Jahre lang Pflegekinder betreut haben, erhalten vom Land Steiermark eine Anerkennung in Form des „Ruhegeldes“. Für Tagesmütter gelten andere Regelungen. Bei der Bezirksverwaltungsbehörde können diese Personen einen Antrag darauf stellen. Informationen gratis unter (0800) 201010.
 
S
  • Shareholder
    Sogenannte Shareholder sind Eigenkapitalgeber, am häufigsten wohl bei Aktiengesellschaften. Als Anteilseigner gilt ihr Hauptaugenmerk der Gewinnträchtigkeit des Unternehmens und dessen Handlungen.

  • Stakeholdern
    Unter Stakeholdern versteht man Interessensgruppen, die direkt oder indirekt Einfluss auf das Unternehmen haben bzw. ausüben. Klassisches Beispiel. hierfür ist der Mitarbeiter, der einen Beitrag (Arbeitsleistung) zum Unternehmen leistet und sich als Gegenleistung (neben einer finanziellen Entschädigung) Ansprüche (im Sinne von Arbeitssicherheit) erhebt.

  • Soziale Verträglichkeit -Konsistenz
    Die soziale Verträglichkeit verbindet die Dimension der Wirtschaft und der Gesellschaft im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung. Auch auf dieser Ebene gibt es Fragen der Effizienz und der Effektivität.
    Sozio-Effizienz will dabei die positive Leistung unternehmerischen Handelns in Relation zur wirtschaftlichen Wertschöpfung erhöhen bzw. die negativen sozialen Effekte reduziert. Es geht um eine relative Verbesserung der sozialen Bedingungen (Humankapital) um den wirtschaftlichen Erfolg als Steuergröße zu vergrößern.
    Wie bei der Öko-Effektivität kommt auch bei der Konsistenz (oder sozio-Effektivität) ein übergreifender und wertorientierter Ansatz zu tragen. Hierbei werden von den Unternehmen Handlungen eingefordert, die jenseits der Effizienzsteigerung liegen, diese sogar widersprechen können. Hierbei geht es um die gesellschaftliche Verantwortung des Unternehmens.

  • Sozial
    „Socius“ ist lateinisch und bedeutet soviel wie verbunden. Eine ansprechende Definition von „Sozial“ liefert uns Wikipädia, worin vermerkt ist, dass „sozial“ die Eigenschaft (zumeist) einer Person sei, auch das Wohl Anderer im Auge zu behalten (Gegensatz: Egoismus), fürsorglich auch an die Allgemeinheit zu denken (Gegensatz: Eigennutz), etwa gegenüber Untergebenen großmütig oder leutselig zu sein, gegenüber Unterlegenen ritterlich, gegenüber Gleich- und Nichtgleichgestellten hilfreich, höflich und taktvoll. Unsozial in diesem Sinne handeln jene, denen dies abgeht. Sozial kann sich nun auch ein Land, bzw. ein Bundesland gegenüber seinen EinwohnerInnen verhalten, indem es soziale Hilfsstellen einrichtet und für die faire Verteilung von Pflege- und Karenzgeldern sowie den unterschiedlichen Zuschüssen für gesunde und behinderte Kinder, für Lehrlinge, Pendler, Frauen in Not, et cetera, Sorge trägt.

  • Sozialservicestelle und Sozialtelefon Steiermark
    Seit Anfang 2005 hat das Sozialtelefon eine neue kostenfreie Telefonnummer:
    (0800) 201010. Hier können alle zum Nulltarif anrufen, die soziale Schwierigkeiten haben und kompakte Infos über mögliche Hilfestellungen bekommen möchten. Wer sich vorerst im Internet schlau machen will, klickt auf Externe Verknüpfung www.soziales.steiermark.at.
  • Suffizienz und ökologische Gerechtigkeit
    Die Suffizienz verbindet die soziale Dimension mit der Ökologie und betrifft die Änderung des Konsumverhaltens und des Lebensstils um dadurch die ökologische Belastung möglichst gering zu halten. In diesem Begriff wird der Konsument in die Pflicht genommen durch richtiges Handeln in der Kaufentscheidung und Verwendung der Dinge ökologisch zu agieren. Sehr häufig wird damit eine Verzichtsstrategie im Sinne einer neuen Bescheidenheit und Genügsamkeit verstanden. Die Eigentliche Bedeutung liegt aber in einem wertorientierten und bewussten Wahrnehmen des natürlichen Umfeldes (der Ökologie) und es gibt ja kaum etwas verschwenderisches als die Natur. Speziell der Verzichtsaspekt macht auf globaler Ebene deutlich, dass ökologische Gerechtigkeit eine zentrale Frage nachhaltiger Entwicklung darstellt. Dies betrifft die
    • gerechte Verteilung der Belastung der Umwelt Gefahr, z.B. Industriestaaten "exportieren" Umweltverschmutzung in Form energieintensiver Prozessschritte in Schwellenländer.
    • der gerechte Zugang aller Menschen zu den Ressourcen der Erde (räumlich und zeitlich, Verweise nachhaltige Entwicklung) z.B. Rohmaterial aus Drittweltländern werden veredelt (Extremfall patentiertes Saatgut) und dadurch diese Länder in eine weltwirtschaftliche Abhängigkeit gebracht.

  • Sustainability Scorecard (auch: Sustainability Balanced Scorecard)
    Eine Sustainability Balanced Scorecard ist ein "perspektivenreicher Zielekatalog" einer Unternehmensstrategie für Nachhaltigkeit. Eine Sustainability Scorecard unterscheidet sich von einer "Standard Balanced Scorecard" durch die Wahl der Perspektiven und deren Prioritätenreihung. Die "Nachhaltigkeitsperspektive" kann zusätzlich ergänzt werden oder integraler Bestandteil des Zielekataloges werden. Die klassische Balanced Scorecard dem strategischen Controlling. Derzeit ist die BSC das am häufigsten diskutierte Controlling-Instrument. Das Konzept der BSC wurde von Robert S. Kaplan und David P. Norton im Rahmen des Forschungsprojektes "Performance Measurement in Unternehmen der Zukunft" entwickelt und in ihrem bekannten Buch: Kaplan R.S. and Norton D.P, Balanced Scorecard. Stuttgart, 1997, publiziert. Die vier "Standardperspektiven" der BSC lauten: Finanzen, Kunden, Prozesse, Potenziale. Weitere Perspektiven werden in Abhängigkeit vom Anwendungsfall eingenommen.

  • Sustainable Business
    "Nachhaltige Wirtschaften für Unternehmen bedeutet, die Anzahl der Zukunftsoptionen zu maximieren und so den eigenen Spielraum im Einklang mit der Gesellschaft und der Umwelt ständig zu erweitern."
 
T
  • derzeit kein Begriff definiert
 
U
  • Umwelt
    Meistens wird der Begriff der Umwelt als das ökologische Umfeld (i.e.S.) verstanden. Unterschiedliche Ansätze beziehen auch andere Aspekte (Umwelt i.w.S.) ein, die dann folgendermaßen zu aussehen: technische Umwelt, betriebliche Umwelt, soziale Umwelt etc.
    Wir wollen hierbei noch einen Schritt weitergehen, und betrachten die Umwelt bewusst als "Um-Welt". Dabei vertreten wir die Meinung, dass man "über den Tellerrand" hinausblicken soll, um zu beobachten was Um seine eigene Welt herum passiert! Derartiges handeln bietet den Menschen erst jene Optionen, die sie brauchen um nachhaltig etwas verändern zu können.
 
V
  • Vision
    Die Vision ist ein kraftvolles, gemeinsam geschaffenes, positives Vorstellungsbild über einen zukünftigen Zustand, zu dem wir hinwollen, als wären wir bereits dort. Die Vision zeigt allen Mitarbeiter durch seine zielgerichtete Energie den richtigen Weg zeigt. Die Vision ist der höchste Leitfaden in der Unternehmung, unter den wir alle Strategien und Maßnahmen unterordnen.

  • Vorsorgender, integrierter Umweltschutz (engl. meist "Cleaner Production")
    im Unternehmen versucht, alle Prozesse unter wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Hinblick auf ihre Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft zu optimieren.
 
W
 
X
  • derzeit kein Begriff definiert
 
Y
  • derzeit kein Begriff definiert
 
Z
  • Zukunftskonferenz und Großgruppenkonferenzen
    Bei der Großgruppenkonferenz geht es darum, (nach Möglichkeit) alle Interessensgruppen gleichzeitig in einem Raum zu versammeln. Gemeinsam soll dann über die zukünftige Vorgehensweise in unterschiedlichen Belangen diskutiert, argumentiert und entschieden werden. Ziel ist jedem Einzelnen seine Verantwortung in der Gesamtheit der Großgruppe klar zu machen. Anwendungsgebiet solcher Konferenzen sind neben Gemeinden und anderen Zusammenschlüssen auch Unternehmen.
 
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