Navigation und Service

[Alt + 0] - Zur Startseite[Alt + 1] - Zur Suche[Alt + 2] - Zur Hauptnavigation[Alt + 3] - Zur Subnavigation[Alt + 4] - Zum Inhalt[Alt + 5] - Kontakt
Sie sind hier: 

Baustein 5: Nachhaltige statt nachholende Entwicklung -

für eine gerechte Entwicklungspolitik

Anhand von vielen Indikatoren erkennt man leicht, dass die Welt aus dem Gleichgewicht geraten ist:

  • Das Pro-Kopf-Einkommen in der industrialisierten Welt beträgt ein Vielfaches des Pro-Kopf-Einkommens in Entwicklungsländern.
  • Der Ressourcenverbrauch in der industrialisierten Welt ist mehrmals so hoch wie in den Entwicklungsländern.
  • Die Lebenserwartung liegt aufgrund von schlechteren Umweltbedingungen, Fehlernährung und einem schlechten Gesundheitssystem zum Teil Jahrzehnte auseinander.

Lange Zeit galt das Entwicklungsziel, dass Entwicklungsländer den Lebensstandard der industrialisierten Länder erreichen sollten. In der Zwischenzeit ist klar, dass dies nicht funktionieren kann, weil unser Globus dies nicht mehr verträgt (Stichwort „Ökologischer Fussabdruck“). Statt einer nachholenden Entwicklung, bei der der gleiche Standard erzielt werden soll, geht es um eine nachhaltige Entwicklung, die auf Dauer machbar ist. Diese geht über Programme und Projekte der Entwicklungszusammenarbeit weit hinaus und umfasst unter anderem:

  • Den Abbau der weltpolitischen und weltwirtschaftlichen Entwicklungshemmnisse.
  • Den Aufbau einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit zur Lösung der globalen Herausforderungen.

Entwicklungspolitik ist auch Friedenspolitik, wie der Brandt-Bericht bereits 1980 festhielt. Zum Aufbau einer selbst gesteuerten Entwicklung sind unter anderem folgende Prinzipien notwendig:

  • Eine gerechte partnerschaftliche Zusammenarbeit auf allen Ebenen, bei der die Diskrepanz von Geldgebern (donors) und den Entwicklungsländern einem neuen Miteinander („Dialog auf Augenhöhe“) weicht.
  • Die Stärkung der Entscheidungs- und Gestaltungsmöglichkeit der Partnerländer.
  • Die Förderung von Good Governance und die Bekämpfung von Korruption.
  • Koordinierte und basisorientierte Formen der Mittelverwendung wie z.B. Mikrokredite und Mikrofinanzierung.
  • Adäquate Finanzierung.

Wie groß die Wirkung der Entwicklungspolitik tatsächlich ist, hängt nicht zuletzt davon ab, wie groß der politische Wille und die zur Verfügung gestellten Ressourcen sind. Letztendlich ist aber auch die Überprüfung und Korrektur des nicht-nachhaltigen Lebensstils in der „westlichen Zivilisation“ notwendig, damit alle auf der Welt lebenden Menschen gerechte Gestaltungsmöglichkeiten haben.

 
  • socialbuttonssocialbuttons
    socialbuttons