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Der Marshall Plan

Europa ohne Marshall Plan?

Foto von Georg C. Marshall (Quelle: WIKIPEDIA)  
Foto von Georg C. Marshall (Quelle: WIKIPEDIA)

Wo stünde Europa heute, wenn es den Externe Verknüpfung Marshall-Plan nicht gegeben hätte? Er gilt als das größte humanitäre Hilfsprojekt aller Zeiten und wahrscheinlich wäre Europa auf einem ähnlichen wirtschaftlichen Niveau, wie es viele Staaten Ost- und Südosteuropas sind, die diese Unterstützung beim Wiederaufbau nach dem zweiten Weltkrieg nicht erhalten haben. Für Europa war dies die Grundlage für die rasche wirtschaftliche Erholung, die Stärkung der Demokratie und letztendlich auch eine Keimzelle für die Entstehung der Europäischen Union als Europäisches Friedensprojekt.

Der Marshall Plan wurde am 5. Juni 1947 von Externe Verknüpfung US-Außenminister Georg C. Marshall bei einer Rede an der Harvard-Universität als Plan zum Wiederaufbau der europäischen Wirtschaft nach dem II. Weltkrieg präsentiert. Wenige Tage später halten am 12. Juli 1947 16 europäische Länder eine Konferenz über die geplante Hilfe in Paris ab. Am 5. April 1948 wird das Externe Verknüpfung European Recovery Programm (ERP) definitiv in Gang gesetzt und die daran beteiligten Länder gründen kurz darauf die Organisation for Economic Cooperation (OECC), aus der später die Externe Verknüpfung OECD hervorgeht. Am 2. Juli 1948 unterzeichnet Österreich mit den USA das Marshall-Abkommen, kurz darauf beginnen die Hilfslieferungen, die über fünf Jahre einen Wert von fast 14 Mrd. US-$ erreichen. 1953 enden die Hilfslieferungen, der Erlös aus dem Verkauf dieser Waren liegt auf einem „Gegenwert-Konto“, aus dem weitere Investitionen finanziert werden. In Österreich wird die Verfügungsgewalt über dieses Konto 1962 der österreichischen Regierung übertragen - der ERP Fond wird gegründet. Aus diesem Fond werden bis heute günstige Kredite an die Wirtschaft vergeben, zuletzt waren dies rund 600 Millionen Euro im Jahr.

80 Dollar für den Wiederaufbau – Der Marshallplan in Zahlen

Bis zum Ende des Marshall Planes  wurden Geld und Waren im Wert von 14 Mrd. Dollar (oder 1,3% des Bruttoinlandproduktes der teilnehmenden Staaten) nach Europa gepumpt, nach heutiger Kaufkraft wären das 100 Mrd. Euro. Zeitweilig erreichte die Hilfe 2 Prozent des amerikanischen Inlandproduktes, statistisch gesehen gab jede/r Amerikaner/in 80 Dollar für den Wiederaufbau in Europa aus.

Waren zum Verkauf – ein geniales WIN-WIN-Konzept

Der Global Marshall Plan baute nicht auf Geldspenden auf, sondern auf die Lieferung von Waren. Diese wurden zum Inlandspreis verkauft, der Verkaufserlös kam auf ein Sonderkonto, von dem unter Kontrolle der USA Projekte zur wirtschaftlichen Stabilisierung des Landes finanziert wurden. So erhielten die Menschen in Europa Waren, die für das tägliche Überleben benötigt wurden, die USA hatten einen Absatzmarkt und der Verkaufserlös wurde in den Wiederaufbau der Wirtschaft gesteckt.

(Quelle: „60 Jahre Marshallplan“ – Beilage in „Die Presse“ vom 5. Juni 2007)

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