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Millenniumentwicklungsziel 7:

Eine nachhaltige Umwelt gewährleisten

Ziel 7 
Ziel 7

Zu den größten Umweltproblemen gehört die Abnahme der Waldflächen und damit einhergehend die Reduktion der Artenvielfalt. Die UNO hat ihre Forderungen von vorangegangenen Konferenzen (u.a. Rio de Janeiro 1992) verstärkt und fordert die Mitgliedsstaaten auf, die Grundsätze der nachhaltigen Entwicklung in die nationale Politik aufzunehmen und die Lebenssituation der Menschen zu verbessern.

MDG 7: Eine nachhaltige Umwelt gewährleisten

  • Die Grundsätze der nachhaltigen Entwicklung sollen in der nationalen Politik übernommen werden; dem Verlust von Umweltressourcen soll Einhalt geboten werden.
  • Die Zahl der Menschen, die über keinen nachhaltigen Zugang zu gesundem Trinkwasser verfügen, soll um die Hälfte gesenkt werden.
  • Bis zum Jahr 2020 sollen wesentliche Verbesserungen in den Lebensbedingungen von zumindest 100 Millionen Slumbewohnern erzielt werden.

Der ökologische Zustand der Welt ist zum Zeitpunkt der Berichtslegung besorgniserregend:

  • Von 1990 bis 2005 gingen weltweit rund 3% der Waldfläche zurück, wobei die Rücknahme vor allem in ökologisch sensiblen Zonen erfolgte (in Zonen mit hoher biologischer Vielfalt) und die Wiederaufforstung nicht Schritt halten kann.

  • In Nordafrika ist nur mehr 1% der Landfläche bewaldet, weltweit waren es 2005 30%. In entwickelten Regionen nahm die Waldfläche zwischen 1990 und 2005 von 30% auf 31% zu, in Lateinamerika und der Karibik ging die Waldfläche von 50% auf 46% zurück, in Ozeanien von 68% auf 63%.

  • Die unter Naturschutz gestellten Flächen haben zugenommen. 2006 standen 20 Millionen km² unter Naturschutz, das ist eine Fläche doppeIt so groß wie China.

  • Kritisch sieht die UNO die Situation der Fischerei. Waren im Jahr 1975 noch 40% der Fischerei nachhaltig, so ist dieser Prozentsatz im Jahr 2006 auf 22% zurückgegangen, viele Fischsorten sind vom Aussterben bedroht, ganze Meeresregionen sind überfischt.

  • Das Anwachsen der Treibhausgase hat dazu geführt, dass die mittlere Erdtemperatur seit 1970 um 0,5% angestiegen ist - mit noch nicht abschätzbaren Auswirkungen auf das Klima und das Ökosystem.

  • Zu den positiven Beispielen gehört die Umsetzung des Montreal Protokolls. Seit 1990 wurden die weltweit gesetzten Reduktionsziele überall erreicht. In den entwickelten Ländern sind die Ozonschädigenden Substanzen bereits so gut wie beseitigt, in den Entwicklungsländern wird dies bis 2010 der Fall sein.

Aber auch andere Themenstellungen sind es, bei denen die UNO eine Verbesserung erzielen möchte:

Zugang zu sanitären Einrichtungen

Foto: (© Schaller) Mit Unterstützung aus der Steiermark konnten in Guatemala Wasserbrunnen errichtet und Latrinen gebaut werden.  
Foto: (© Schaller) Mit Unterstützung aus der Steiermark konnten in Guatemala Wasserbrunnen errichtet und Latrinen gebaut werden.

In den Entwicklungsländern hatte im Jahr 2004 nur die Hälfte der Bevölkerung Zugang zu geregelten sanitären Einrichtungen. Die UNO fürchtet, dass die Ziele bis 2015 nicht erreicht werden (1,6 Mrd. Menschen sollten bis 2015 Zugang zu besseren sanitären Einrichtungen haben, auf der Basis der derzeitigen Entwicklungen wird dieses Ziel ohne zusätzliche Anstrengungen nicht erreichbar sein – 600 Millionen Menschen weniger als geplant werden davon profitieren). Zum Teil sind es Projekte der bilateralen Entwicklungszusammenarbeit, zum Teil Projekte kleiner Gruppen, die in den letzten Jahren zu Verbesserungen geführt haben, wie das Wasserprojekt der Solidarität mit Lateinamerika im Hochland von Guatemala.

Slum-upgrading – Verbessern der Lebensbedingungen in den Slums

Weltweit wachsen die Städte, ungefähr die Hälfte der Weltbevölkerung lebt mittlerweile in Städten. Damit wird aber auch das Problem der Slums immer größer. 2005 war im Schnitt einer von drei Stadtbewohnern ein Slumbewohner. Die UNO hat sich das Ziel gesetzt, dass bis 2020 das Leben von 100 Millionen Slumbewohnern verbessert werden soll. In den Ländern von Süd-Sahara-Afrika lebten 2005 62% der Bevölkerung in Slums (1990 waren es noch 72%), in Südasien 43% (gegenüber 64% im Jahr 1990), in Nordafrika sind es 15% gegenüber 38% fünfzehn Jahre davor. Ingesamt ist der Anteil von 47% im Jahr 1990 auf 43% im Jahr 2001 und auf 37% im Gesamtdurchschnitt der Entwicklungsländer im Jahr 2005 zurückgegangen.
Foto: (© Schaller) Die Lebenssituation in Slums ist von typischen Parametern geprägt: es gibt kaum Arbeitsmöglichkeiten, selten gibt es Wasser, Kanalisation oder Strom. Die einfachen Hütten stehen auf einem Grund, der den Bewohnern selbst nicht gehört. 
Foto: (© Schaller) Die Lebenssituation in Slums ist von typischen Parametern geprägt: es gibt kaum Arbeitsmöglichkeiten, selten gibt es Wasser, Kanalisation oder Strom. Die einfachen Hütten stehen auf einem Grund, der den Bewohnern selbst nicht gehört.
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