Link zur Startseite

Millenniumentwicklungsziel 8:

Eine globale Partnerschaft im Dienst der Entwicklung schaffen

Ziel 8 
Ziel 8

Die Externe Verknüpfung OECD Staaten haben sich vor Jahren das Ziel gesetzt, 0,7% ihre Bruttonationalproduktes für Entwicklungszusammenarbeit zu Verfügung zu stellen und damit die Entwicklung der unterentwickeltsten Länder zu unterstützen. Tatsächlich ist die Mehrheit der OECD-Länder aber von diesem Ziel meilenweit entfernt.

Die Vereinten Nationen unterstützen Bemühungen, die auf eine globale Partnerschaft setzen und Entwicklungsländer als gleichwertige Partner akzeptieren. Sie haben das folgende Entwicklungsziel definiert:

MDG 8: Eine globale Partnerschaft im Dienst der Entwicklung schaffen

  • Ein offenes Handels- und Finanzsystem, das auf festen Regeln beruht, vorhersehbar ist und nicht diskriminierend wirkt, soll weiter ausgebaut werden. Dies schließt eine Verpflichtung zu guter Staatsführung, zur Entwicklung und zur Beseitigung der Armut sowohl auf nationaler wie auf internationaler Ebene ein.

  • Auf die besonderen Bedürfnisse der am wenigsten entwickelten Länder muss entsprechend eingegangen werden. Dazu gehören der zoll- und quotenfreie Marktzugang für die Exporte dieser Länder; die verstärkte Schuldenerleichterung für die hochverschuldeten armen Länder; die Streichung aller bilateralen öffentlichen Schulden dieser Länder; sowie eine großzügigere Entwicklungshilfe für Länder, die wirkliche Anstrengungen zur Senkung der Armut unternehmen.

  • Auf die besonderen Bedürfnisse der Binnenstaaten und der kleinen Inselentwicklungsländer muss entsprechend eingegangen werden.

  • Die Schuldenprobleme der Entwicklungsländer mit niedrigen und mittleren Einkommen müssen durch Maßnahmen auf nationaler und internationaler Ebene umfassend und wirksam angegangen werden, damit ihre Schulden auf lange Sicht tragbar werden.

  • In Zusammenarbeit mit den Entwicklungsländern soll für die Schaffung menschenwürdiger und produktiver Arbeitsplätze für junge Menschen gesorgt werden.

  • In Zusammenarbeit mit der pharmazeutischen Industrie sollen lebenswichtige Medikamente in den Entwicklungsländern zu erschwinglichen Preisen verfügbar gemacht werden.

  • In Zusammenarbeit mit dem Privatsektor sollen die Vorteile der neuen Technologien, insbesondere der Informations- und Kommunikationstechnologien, verfügbar gemacht werden.

Der ökologische Zustand der Welt ist zum Zeitpunkt der Berichtslegung besorgniserregend:

Auch wenn es viele Ansatzpunkte gibt, besteht noch großer Handlungsbedarf, wie die UNO in ihrem Zwischenbericht festhält.

  • Die OECD Staaten haben sich zum Ziel gesetzt, 0,7% ihres Bruttonationalproduktes für Entwicklungszusammenarbeit zur Verfügung zu stellen. Dieses Ziel wird bisher nur von Dänemark, Luxemburg, den Niederlanden, Norwegen und Schweden erreicht. Nach Maßnahmen zur Entschuldung von Entwicklungsländern, die zu einem großen Teil die Abschreibung von nicht mehr einbringbaren Schulden beinhaltete, ist die offizielle Entwicklungshilfe wieder rückläufig.

  • Auch wenn die G8 beim Gipfel im schottischen Gleneagles 2005 versprochen hat, die Hilfe für Afrika bis 2010 zu verdoppeln, so hat sich die Hilfe für die unterentwickeltsten Länder (LDCs = least developed countries) wie beispielsweise Nigeria seit damals nur um 2% erhöht – die Einhaltung der G8-Versprechen scheint nicht realistisch zu sein.

  • Zwar sieht die Staatengemeinschaft in der Globalisierung eine positive Kraft für die Entwicklung der unterentwickeltsten Länder, es gibt aber noch immer keine durchgängige Befreiung dieser Länder von Einfuhrzöllen, um ihnen damit einen leichteren Marktzugang zu verschaffen. Sehr oft wird den Produkten aus diesen Ländern durch Ursprungsnachweise und andere administrative Hemmnisse der Zugang zum Markt erschwert.

  • Positiv verzeichnet die UNO, dass der Schuldennachlass für hochverschuldete Entwicklungsländer umgesetzt wird. Bis April 2007 erfüllten insgesamt 40 hochverschuldete Entwicklungsländer die Kriterien für einen Schuldennachlass, bis Mitte 2006 konnten beinahe 60 Mrd. US-$ an Schulden erlassen werden. Dies hat zu einer Reduktion der Schuldentilgung auf 6% der Exporterlöse im Jahr 2005 geführt, ein weiterer Rückgang auf 4% wurde bis Ende 2006 erwartet.

  • Jugendarbeitslosigkeit bleibt ein großes Thema – nicht nur in Entwicklungsländern. Während die Jugendarbeitslosigkeit in den entwickelten Ländern von 12% im Jahr 1996 auf 14% im Jahr 2006 angestiegen ist, ist sie in den Entwicklungsländern von 16% auf 13% zurückgegangen. Die höchste Rate an Jugendarbeitslosigkeit ist in Nordafrika mit 30% gegeben, gefolgt von Westasien mit 23% oder Lateinamerika mit 16%. Niedrig ist die Jugendarbeitslosigkeit hingegen in Ostasien bzw. in Ozeanien mit jeweils 7%.

  • Moderne Technologien sind unerlässlich für die Entwicklung, Internetzugang und Mobiltelephonie sollen daher auch in Entwicklungsländern forciert werden. In den Ländern der südlichen Sahara haben gerade einmal drei Prozent der Bevölkerung im Jahr 2005 Zugang zum Internet (im Jahr 2002 war es überhaupt nur 1%), in Südostasien sind es 9% gegenüber 5% drei Jahre zuvor und in Lateinamerika 15% gegenüber 8%. Der Gesamtschnitt beträgt 9% für die Entwicklungsländer im Jahr 2005 (gegenüber 8% im Jahr 2002), während er in den entwickelten Ländern bei 53% gegenüber 43% liegt. Aufgrund fehlender technischer Infrastruktur für die Festnetztelephonie liegt in der Nutzung der Mobiltelephonie eine große Chance für Entwicklungsländer. Ende 2005 hatten 130 Millionen Afrikaner ein Mobiltelefon - dies entspricht 15% der Bevölkerung. Die Bedeutung dieser Zahl erkennt man auch daran, dass nur 3% der Bevölkerung einen Festnetztelefonanschluss hatte und nur 4% das Internet nutzen.
Foto: (© Schaller) 
Foto: (© Schaller)
Foto: Geld 
Foto: Geld
Foto: (© Schaller) 
Foto: (© Schaller)
War diese Information für Sie nützlich?

Danke für Ihre Bewertung. Jeder Beitrag kann nur einmal bewertet werden.

Die durchschnittliche Bewertung dieses Beitrages liegt bei ( Bewertungen).