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CSR in Diskussion

CSR als Instrument der Umsetzung

Die Wichtigkeit von CSR als ein Instrument, ökonomische, ökologische und soziale Anliegen unter einen Hut zu bringen, wird von Unternehmen, Interessensvertretungen und weiteren Stakeholdern gleichermaßen geteilt. Unterschiedliche Auffassungen gibt es aber darüber, ob CSR-Maßnahmen auf freiwilliger Basis zu treffen sind oder gesetzlich vorgeschrieben werden sollen.

  1. EU Rahmendokumente von CSR
  2. ON-Regel ONR 192500
  3. ÖSTRAT - Österreichische Strategie "Nachhaltige Entwicklung"
  4. International anerkannte Grundsätze und Leitlinien
 

EU-Rahmendokumente von CSR

Die Dokumente sind zu finden auf: Externe Verknüpfung europa.eu 

  • Im Jahre 2001 hat die Europäische Kommission das Grünbuch
    „Europäische Rahmenbedingungen für die soziale Verantwortung der Unternehmen" veröffentlicht.

  • Im Juli 2002 hat die Europäische Kommission das Dokument „Die soziale Verantwortung der Unternehmen - ein Unternehmensbeitrag zur nachhaltigen Entwicklung" veröffentlicht.

  • Von 2002 bis 2004 traten die europäischen Arbeitgeberverbände, Unternehmensnetzwerke, Gewerkschaften und nichtstaatliche Organisationen im Rahmen des EU-Multi-Stakeholder-Forums zu CSR zusammen, um die Innovation, Konvergenz und Transparenz bereits durchgeführter CSR-Praktiken und Instrumente zu fördern. Der im Juni 2004 vorgelegte Abschlussbericht legt allgemeine Grundsätze und Werte dar und spiegelt das grundsätzliche Verständnis dessen, was soziale Verantwortung der Unternehmen beinhaltet, wider. Ferner enthält er neun Empfehlungen für den künftigen Ansatz in diesem Bereich.

  • Im März 2006 hat die Kommission eine neue Mitteilung über CSR mit dem folgenden Titel veröffentlicht: „Umsetzung der Partnerschaft für Wachstum und Beschäftigung: Europa soll auf dem Gebiet der sozialen Verantwortung der Unternehmen führend werden.

  • Im Oktober2011 hat die Europäische Kommission die Mitteilung "Eine neue EU-Strategie (2011-14) für die soziale Verantwortung der Unternehmen veröffentlicht. Darin zieht sie Resümee über die bisherige Entwicklung der gesellschaftlichen Verantwortung, legt eine neue Definition vor und kündigt nächste Schritte an. Darin heißt es: Damit die Unternehmen ihrer sozialen Verantwortung in vollem Umfang gerecht werden, „sollten sie auf ein Verfahren zurückgreifen können, mit dem soziale, ökologische und ethische Belange sowie Menschenrechtsfragen in enger Zusammenarbeit mit den Stakeholdern in die Betriebsführung und in ihre Kernstrategie integriert werden".

    Laut dem Papier sollen die Unternehmen selbst bei der Entwicklung von CSR federführend sein, die Behörden sollen unterstützen und auf einen intelligenten Mix aus freiwilligen Maßnahmen und nötigenfalls ergänzenden Vorschriften setzen. Von EU-Seite aus geplante Aktivitäten sind z.B. Preise für CSR-Partnerschaften zwischen Unternehmen und anderen Stakeholdern (ab 2012) oder die Einrichtung von Multi-Stakeholder-CSR-Plattformen (2013) für relevante Wirtschaftszweige.

    Außerdem sollen Firmen stärker in die Pflicht genommen werden - sie müssen ihre Auswirkungen auf Gesellschaft & Umwelt offenlegen. Den Regierungen wird empfohlen, bei der Beschaffung auch auf Nachhaltigkeit Rücksicht zu nehmen; außerdem sollen alle Mitgliedsstaaten CSR-Aktionspläne erstellen. Betreffend Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern will die Europäische Kommission überprüfen, ob sie den von ihnen eingegangenen Verpflichtungen nachgekommen sind, international anerkannte CSR-Grundsätze und -Leitlinien zu beachten und ISO 26000 zu berücksichtigen.
 

ON-Regel ONR 192500

Die ISO 26000 geht allerdings kaum über jene der gesetzlichen Bestimmungen in Österreich hinaus bzw. unterschreitet diese sogar teilweise. Infolgedessen wurde an der Erstellung eines nationalen normativen CSR-Dokuments in Form einer ON-Regel für CSR gearbeitet. Im November 2011 erschien die ON-Regel ONR 192500 "Gesellschaftliche Verantwortung von Organisationen (CSR)"; sie ist ein Leitfaden zur Umsetzung der ISO 26000 und auch zertifizierbar.

Während der internationale CSR-Leitfaden der allgemeinen Unterstützung bzw. Orientierung beim Einführen, Verwirklichen und Verbessern des CSR-Managements dient, gibt die nationale Variante detailliertere Anweisungen. Sie beschreibt nicht nur den Prozess zur Integration und laufenden Weiterentwicklung von CSR im Sinne eines Managementsystems, sondern definiert auch inhaltliche Anforderungen und Empfehlungen, die für eine Selbstdeklaration und/oder den Nachweis durch unabhängige Dritte (Zertifizierungsorganisation) verwendet werden können.

Siehe dazu auch: Externe Verknüpfung www.as-institute.at

 

ÖSTRAT „Österreichische Strategie Nachhaltige Entwicklung"

Seit 2010 verfügt Österreich über eine von den Ländern und vom Bund gemeinsam getragene Nachhaltigkeitsstrategie („Externe Verknüpfung Österreichische Strategie Nachhaltige Entwicklung", kurz ÖSTRAT).

Die ÖSTRAT baut auf den Zielen und Politikprinzipien der Nachhaltigkeitsstrategie der Europäischen Union, der Nachhaltigkeitsstrategie des Bundes (NSTRAT 2002) sowie den Strategien und Programmen der Länder im Bereich Nachhaltiger Entwicklung auf und orientiert sich auch an den Milleniumszielen der Vereinten Nationen. Sie richtet sich primär an Politik und Verwaltung und wird über ein mehrjähriges Arbeitsprogramm umgesetzt.

Arbeitsprogramm 2011ff

Das aktuelle gemeinsame Arbeitsprogramm (Externe Verknüpfung Arbeitsprogramm 2011ff) greift neun stark zusammenhängende Themenschwerpunkte auf und beschreibt Herausforderungen, mittelfristige Ziele und konkrete Initiativen. Diese Initiativen werden jeweils in Kooperation mehrerer Bundesressorts, länderübergreifend, beziehungsweise in Zusammenarbeit von Bund und Ländern umgesetzt.  

Aktionsplan CSR:

Die Erstellung eines Aktionsplans für Corporate Social Responsibility (CSR) ist  im aktuellen Arbeitsprogramm zur Österreichischen Strategie Nachhaltige Entwicklung  als wichtige Initiative vorgesehen. Der „kick-off" erfolgte mit einem Workshop im April 2012, zu dem die drei federführenden Ressorts - Sozialministerium, Umweltministerium und Wirtschaftsministerium - etwa 40 VertreterInnen der für das Thema relevanten StakeholderInnen eingeladen haben. Eine Serie themenspezifischer Workshops soll bis Herbst 2012 die nötigen Grundlagen liefern. Ziel ist es, den „NAP CSR" vor Jahresende fertigzustellen und hierzu einen Ministerratsbeschluss herbeizuführen.

Nähere Informationen: Externe Verknüpfung www.nachhaltigkeit.at

 

International anerkannte Grundsätze und Leitlinien:

  • OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen
  • 10 Grundsätze des UN Global Compact
  • ISO-Norm 26000 zur sozialen Verantwortung, eine Leitlinie für die Wahrnehmung sozialer Verantwortung.
  • Dreigliedrige Grundsatzerklärung des Internationalen Arbeitsamtes über multinationale Unternehmen und Sozialpolitik
  • Leitprinzipien der Vereinten Nationen für Unternehmen und Menschenrechte (United Nations Guiding Principles on Business and Human Rights).
 
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