Corporate Social Responsibility - Verantwortung von Unternehmen für die Gesellschaft (CSR)

Die interne Dimension von CSR

Sozial verantwortliches Handeln betrifft in erster Linie die Arbeitnehmer eines Unternehmens, wobei es um Fragen wie

Humanressourcenmanagement

Für Unternehmen ist es wichtig, qualifizierte Arbeitskräfte zu gewinnen und zu halten. Anreize dazu sind

  • lebenslanges Lernen,
  • Empowerment,
  • eine bessere Informationspolitik im gesamten Unternehmen,
  • bessere Vereinbarkeit von Arbeit, Familienleben und Freizeit,
  • größere Diversifizierung bei der Arbeit,
  • gleiches Entgelt und gleiche Berufschancen für Frauen,
  • Gewinnbeteiligung und Kapitalbeteiligung,
  • Sicherung der Beschäftigungsfähigkeit und Sicherheit des Arbeitsplatzes.

Zu einer verantwortungsvollen, nicht diskriminierenden Einstellungspolitik könnte die Einstellung von Angehörigen ethnischer Minderheiten, älteren Arbeitskräften, Frauen, Langzeitarbeitslosen und benachteiligten Personen gehören. Im Hinblick auf das lebenslange Lernen wird die Ermittlung des tatsächlichen Ausbildungsbedarfs, die Erleichterung des Übergangs von der Schule zum Berufsleben für jüngere Menschen und die Schaffung eines Arbeitsumfeldes angeführt, das insbesonders Arbeitnehmer mit niedrigem Bildungsniveau, geringerqualifizierte und ältere Arbeitnehmer zum lebenslangen Lernen motiviert.

Arbeitsschutz (Grünbuch S. 10)

Im Grünbuch wird angeführt, dass Maßnahmen zum Arbeitsschutz bisher vor allem durch die Gesetzgebung mit ihren Vollzugsmaßnahmen verordnet wurden. Die zunehmenden Anforderungen führen vermehrt dazu, dass Zertifizierungsmaßnahmen eingeführt werden, die diesem Bedarf Rechnung tragen:

  • Das Externe Verknüpfung TCO Labelling Scheme aus Schweden ist eine freiwillige Kennzeichnung für Hersteller von Büroausstattung, diese ergonomisch und umweltfreundlich herzustellen.

  • Mit dem Dutch Safety Contractors Checklist (SCC) werden die Arbeitsschutz-Managementsysteme von Unternehmen bewertet und zertifiziert, die  Dienstleistungen für die petrochemische und chemische Industrie anbieten.

Anpassung an den Wandel

Umstrukturierungen in Europa lösen bei Arbeitnehmern und anderen Stakeholdern Befürchtungen aus und führen selten zu den erhofften Ergebnissen. Eine Studie hat aufgezeigt, dass weniger als ein Viertel aller Umstrukturierungsmaßnahmen ihr Ziel des Kostenabbaus, der Produktivitätssteigerung, der Qualitätsverbesserung und der Verbesserung des Kundendienstes erreicht hat, weil sie vor allem die Motivation, die Loyalität, die Kreativität und die Produktivität der Arbeitnehmer beeinträchtigt haben. Damit Umstrukturierungen erfolgreich sind, müssen Behörden, Unternehmen und Arbeitnehmer gemeinsam daran mitwirken, wie dies zum Beispiel an der Stiftung Unternehmen und Gesellschaft in Madrid gezeigt werden konnte. (Grünbuch Seite 12)

Umweltverträglichkeit und die Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen

Es hat sich gezeigt, dass ein sparsamer Ressourceneinsatz die Ertragskraft der Unternehmen steigern und ihre Wettbewerbsfähigkeit verbessern kann. Es kommt zu Win-Win-Situationen, die gut für die Wirtschaft und die Umwelt sind.

  • Ein gutes Beispiel dafür ist die Integrierte Produktpolitik (IPP), die auf dem Konzept der Berücksichtigung der Umweltauswirkungen während des gesamten Produktlebenszyklusses aufbaut.
  • Ein weiteres für CSR nutzbares Konzept ist das Gemeinschaftssytem für das Umweltmanagement und die Umweltbetriebsprüfung (Externe Verknüpfung EMAS) Externe Verknüpfung ISO 19000.
  • Auch die Europäische Ökoeffizienz-Initiative (European Eco-Efficiency Initiative - EEEI) des Externe Verknüpfung World Business Council for Sustainable Development zählt dazu.
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