Corporate Social Responsibility - Verantwortung von Unternehmen für die Gesellschaft (CSR)

Die externe Dimension von CSR

Die soziale Dimension von Unternehmen endet nicht an Werkstoren, sondern sie reicht in die lokale Gemeinschaft hinein und bezieht neben den Arbeitnehmern und Aktionären eine Vielzahl von externen Stakeholdern ein:

In einer globalen Wirtschaft macht sie auch an den Grenzen Europas nicht Halt.

Lokale Gemeinschaften

Unternehmen sind in ein lokales Umfeld integriert, in dem sie Arbeitsplätze bereit stellen, Arbeitsentgelte bezahlen, Sozialleistungen leisten und kommunale Abgaben bezahlen. Für viele Unternehmen ist neben qualifizierten Mitarbeitern auch eine intakte Umwelt von Bedeutung. Viele Unternehmen nehmen Einfluss auf Gemeinschaftsbelange durch zusätzliche Berufsausbildungsplätze, Umweltengagement, die Einstellung von sozial Ausgegrenzten, die Bereitstellung von Kinderbetreuungseinrichtungen für die Arbeitnehmer, die Partnerschaft mit Kommunen, Sponsoring von lokalen Sport- und Kulturereignissen und Spenden für soziale Zwecke. Darüber hinaus gibt es Unternehmen, die Direktinvestitionen in Projekte, Gemeinschaften oder Bezirke tätigen wie Kredite für sozialen Wohnbau oder Einlagen in lokale Entwicklungsbanken zu oder unter den marktüblichen Sätzen.

Geschäftspartner, Zulieferer und Verbraucher

Wenn Zulieferer nicht mehr nur aufgrund von Preisangeboten gewählt werden, können Kosten gesenkt und die Qualität gesteigert werden. Firmen sollte sich bewusst sein, dass ihre soziale Leistung durch die Praktiken ihrer Partner und Zulieferbetriebe in der gesamten Versorgungskette beeinflusst werden. Auswirkungen von CSR bleiben nicht auf das jeweilige Unternehmen selbst beschränkt, sondern sie haben auch Auswirkungen auf die Geschäftspartner. Ein Aspekt, der berücksichtigt werden könnte, sind Mentoring-Angebote  von großen Unternehmen für Unternehmensneugründungen oder KMUs oder auch die Unterstützung kleinerer Firmen bei der Sozialberichterstattung und bei der Information über ihre CSR Praktiken. Ein weiterer Weg ist Corporate Venturing, bei dem Großunternehmen eine Minderheitsbeteiligung bei vielversprechenden Unternehmensgründungen eingehen. An Unternehmen wird die Erwartung gestellt, dass sie die Produkte und Dienstleistungen, die die Verbraucher benötigen und wünschen, in effizienter und unternehmensethisch und ökologisch unbedenklicher Weise herstellen bzw. bereitstellen. Unternehmen sind dann erfolgreicher, wenn sie ihre gesamte Unternehmensstrategie darauf ausrichten, was Kunden brauchen und wünschen und wie man ihnen hohe Qualität, Sicherheit, Zuverlässigkeit und vorbildliches Service liefern kann. Das "Design für alle" (d.h. auch für Verbraucher mit Behinderung) ist ein wichtiges Beispiel sozialer Verantwortung von Unternehmen.

Menschenrechte (Grünbuch S. 15)

CSR hat eine ausgeprägte Menschenrechtsdimension, insbesondere im Hinblick auf die internationale Wirtschaftstätigkeit und globale Versorgungsketten. Dies findet u.a. in folgenden Abkommen seinen Ausdruck:

Dabei geht es einerseits um grundlegende Fragen, aber auch um Fragen, wie bei Korruption, Arbeitsbedingungen, Menschenrechten und Umweltaspekten vorgegangen werden soll. Insbesondere sind zu erwähnen:

  • Der Verband der dänischen Industrie hat Externe Verknüpfung Menschenrechts-Leitlinien für die Industrie erarbeitet, in denen Unternehmen aufgefordert werden, auch in Ländern, in denen sie Niederlassungen haben, die gleichen sozialen Standards anzulegen wie in ihrem Stammland.
  • Eurocommerce hat 1998 eine Empfehlung für „soziale Einkaufsbedingungen“ angenommen, die sich u.a. mit Kinderarbeit, Zwangsarbeit und Gefängnisarbeit befasst. 
  • Die britische Regierung hat gemeinsam mit der US-Regierung eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die Voluntary Principles on Security and Human Rights for Companies in the Extractive and Energy Sector herausgegeben hat.
  • Das Europäische Parlament nahm 1999 eine Entschließung unter dem Titel „EU-Normen für in Entwicklungsländern tätige europäische Unternehmen im Hinblick auf die Entwicklung eines europäischen Verhaltenskodex“ an.

Freiwillige Verhaltenskodizes können dazu beitragen, die internationalen Arbeitsnormen zu verbessern. Wie gut sie sind, hängt davon ab, inwieweit sie ordnungsgemäß umgesetzt und überwacht werden. Wichtig ist u.a., dass ihnen ein „Entwicklungskonzept“ zugrunde liegt, d.h. dass Standards und Verhaltenskodizes kontinuierlich aufgewertet werden. Strikt ist die IAO beim Verbot der Kinderarbeit. Empfohlen wird die Durchführung so genannter Sozialaudits, die von Organisationen und Einzelpersonen einzuhalten sind.

Globaler Umweltschutz

Die Debatte über die Rolle der Wirtschaft in den Bemühungen um eine nachhaltige Entwicklung gewinnt weltweit immer mehr an Bedeutung. In der Externe Verknüpfung Global Compact Initiative des UN-Generalsekretärs wird versucht, die Wirtschaft als Partner in die Bemühungen um den globalen sozialen und ökologischen Fortschritt einzubauen.

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