Nachhaltige Steiermark

Advent: Zeit, sich Zeit zu nehmen ...

17 globale Ziele für nachhaltige Entwicklung, verbunden mit Gedanken zum Advent

Advent 2020 © Sokoll Gaby
Advent 2020
© Sokoll Gaby

 Wochentag

Kalendertage

 Sonntag   6. 13. 20.
 Montag   7. 14. 21.
 Dienstag 1. 8. 15. 22.
 Mittwoch 2. 9. 16. 23.
 Donnerstag 3. 10. 17. 24.
 Freitag 4. 11. 18.
 Samstag 5. 12. 19.

Advent ist die Zeit, in der man sich bewusster Gedanken über das ausklingende und das kommende Jahr macht. Durch den Corona-Virus müssen wir heuer die uns so wichtigen sozialen Kontakte dramatisch reduzieren, wichtige Bereiche der Wirtschaft haben zum Teil existentielle Einbußen hinnehmen müssen, viele Arbeitsplätze sind gefährdet oder gingen verloren. So war das Jahr 2020 für viele Menschen sehr belastend und wird lange in Erinnerung bleiben.

Umso mehr könnten wir die Adventzeit nutzen, um darüber nachzudenken, was für unser Leben wirklich wichtig ist und was uns Glück, Zufriedenheit und Gesundheit bringt.  Wie können wir so leben, dass es den nachfolgenden Generationen noch möglich ist auch ein gutes Leben zu haben?

Daher möchten wir die Adventzeit nutzen, um das Externe Verknüpfung Weltaktionsprogramm Agenda 2030 mit den 17 globalen Nachhaltigkeitszielen, kurz SDGs genannt, bekannter zu machen und gleichzeitig anhand dieser Ziele unser Handeln zu überdenken.  Die Agenda 2030 ist ein Aktionsplan für ALLE MENSCHEN, für den Planeten, für ein gutes Leben in Frieden und Partnerschaft. Die 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung stehen unter dem Generalmotto "Niemanden zurücklassen".

In den nächsten 24 Tagen wollen wir Ihren Blick für ein gutes Leben für alle schärfen und Ihnen Ideen liefern.

Das Fachteam Nachhaltigkeit wünscht einen besinnlichen Advent!

Der verkehrte Adventskalender

Adventkalender verkehrt © Streetlife Wien - Facebook
Adventkalender verkehrt
© Streetlife Wien - Facebook

Adventkalender kennt man in der Form, dass man an jedem Tag bis zum 24. Dezember etwas bekommt. Die Geschenke können unterschiedlich sein, Süßigkeiten, kleine Überraschungen bis hin zu den Adventkalendern der verschiedenen Firmen, die unterschiedliche Produkte anbieten.

Wie wäre es, das heuer anders zu machen und stattdessen jeden Tag haltbare Lebensmittel zu sammeln, die wir am 24.12. in einer Schachtel verschenken? Es geht ganz einfach: Man nimmt eine Schachtel, gibt jeden Tag ein haltbares Produkt hinein und bringt diese volle Schachtel beispielsweise zum  Externe Verknüpfung Marienstüberl in der Kleiststrasse 73, 8010 Graz.  Vor dem 24. Dezember abgegeben, haben die Bedürftigen damit ein eigenes Weihnachtsgeschenk.

Übrigens: Helfen setzt Glückshormone frei, wirkt wie Medizin und nützt uns somit auch selbst.

Armut in all ihren Formen beenden - Ziel 1

Geschäft in Stübing © Gaby Sokoll
Geschäft in Stübing
© Gaby Sokoll

Extreme Armut bedeutet, mit weniger als 1,90 Dollar pro Tag bzw. rund 60 Euro pro Monat auskommen zu müssen.

Auch bei uns in der Steiermark gibt es Armut. Eine leistbare Wohnung, Einkommen mit kinderfreundlichen Arbeitszeiten sind im normalen Alltag schon eine echte Herausforderung. Corona verschärft dies, wenn die unterhaltspflichtigen Väter durch Arbeitslosigkeit oder Kurzarbeit betroffen -  ihre Beiträge reduzieren, vor allem für Alleinerzieherinnen, meist sind es Frauen. Laut Statistik Austria 2019 sind die Ein-Eltern-Haushalte mit einem Anteil von 46% der von Armut am meisten bedrohte Haushaltstyp.   Armut ist leise und versteckt, weil diese Menschen nicht mehr die Möglichkeit haben, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Genauso vielschichtig wie Armut sind auch die Möglichkeiten zu helfen.

Geben und Nehmen sind die Grundsätze des Verschenkladens in Graz. In diesem Laden kann man nicht mehr benötigte Waren/Gegenstände abgeben und damit andere Menschen, die sie abholen, unterstützen. Weitere derartige Läden gibt es auch in anderen Bezirken, stellvertretend sind hier angeführt:

Externe Verknüpfung "Kostnixladen" in Gratkorn
Externe Verknüpfung "Verschenk-Kästen" in Krottendorf und Ligist

Kein Hunger - Ziel 2

Rumkugeln © Julia Herbst
Rumkugeln
© Julia Herbst

Den weltweiten Hunger beenden, Ernährungssicherheit und eine nachhaltige Landwirtschaft fördern, ist Thema des zweiten Entwicklungszieles. Auf der einen Seite sind weltweit 820 Millionen Menschen von Hunger bedroht, während auf der anderen Seite Überproduktion und das Wegwerfen von Lebensmitteln tägliche Realität ist. Die derzeitige Krise bringt viele Menschen in wirtschaftliche Probleme und macht die Versorgung mit Lebensmitteln schwierig.  Günstige Lebensmittel erhält man beispielsweise in den steirischen Sozialmärkten.

Es kann aber auch passieren, dass man zu viel einkauft oder zu große Mengen gekocht hat. Nicht verbrauchte Lebensmittel müssen nicht entsorgt werden, man kann sie an Nachbarn oder Freunde verschenken. Außerdem gibt es  Einrichtungen zur Lebensmittelweitergabe und an vielen Orten die Möglichkeit, diese in sogenannte  Fairteiler zu geben. Dabei handelt es sich um Kästen, Kühlschränke oder Regale, die öffentlich zugänglich sind. Überschüssige Lebensmittel können von jedem hineingestellt werden und wer Bedarf hat, entnimmt sie.

Liebe geht durch den Magen

Kürbis-Chutney © Gudrun Walter
Kürbis-Chutney
© Gudrun Walter

Schenken macht bekanntlich Freude. Kochen macht auch Freude. Warum also nicht diese beiden Dinge miteinander kombinieren? Es gibt Vieles, das man in der eigenen Küche selbst herstellen kann. Diese Produkte sind weitaus schmackhafter als gekaufte Produkte, weil sie mit Liebe und Herz zubereitet werden und somit ganz spezielle Geschenke sind. Egal, ob pikant oder süß, es ist einzigartig und originell.

Gesundheit und Wohlergehen - Ziel 3

Wanderung im Schnee © Ingrid Zuschrott
Wanderung im Schnee
© Ingrid Zuschrott

Ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters soll gewährleistet und ihr Wohlergehen gefördert werden. Unter anderem soll die Sterblichkeitsrate bei Müttern und Säuglingen reduziert und die Zahl der Todesfälle durch Unfälle gesenkt werden. Auch Drogenmissbrauch zu reduzieren, ist in den Unterzielen verankert.

Das Gesundheitssystem in Österreich ist sehr gut ausgebaut. Wie auch in anderen Industrieländern sind Herz-Kreislauf- und psychische Erkrankungen häufig.

Für seine eigene Gesundheit vorzusorgen, kann einfach sein:  Kurze Strecken zu Fuß oder mit dem Rad zurückzulegen unterstützt nicht nur die Gesundheit, sondern reduziert auch Abgase.

Um gesund zu bleiben, sind viele Faktoren nötig: Ernährung, Bewegung, Hygiene, Wasser- und Luftqualität aber auch Zeit mit Freunden und Familie. Was benötigen Sie, um sich wohlzufühlen?

Hochwertige Bildung - Ziel 4

Sachbuch © Bildung
Sachbuch
© Bildung

Bildung befähigt Menschen, ihre politische, soziale, kulturelle, gesellschaftliche und wirtschaftliche Situation zu verbessern. Alle Kinder und Jugendlichen sollen eine inklusive, gleichberechtigte und hochwertige Bildung bekommen und die Möglichkeiten für lebenslanges Lernen sollen gefördert werden.

Studien belegen, dass durch höhere Bildung sogar die Lebenserwartung positiv beeinflusst werden kann, weil damit komplexes Denken möglich wird, mit dem auch Verhaltensweisen entstehen können, die sich positiv auf die Gesundheit auswirken. Der Bedarf an qualifizierten Fachkräften ist sehr groß.

Auch im privaten Bereich gibt es unzählige Möglichkeiten sich weiterzubilden. Stellvertretend sind wird hier auf die verschiedenen Externe Verknüpfung Erwachsenenbildungseinrichtungen verwiesen, die zum Teil auch Online-Weiterbildungen anbieten. 

Tipp: Das Bildunghaus Schloss St. Martin hat einen Externe Verknüpfung Adventkalender für Bildungshungrige erstellt.

Zeit zum Lesen

Lesen im Advent © Kie
Lesen im Advent
© Kie

Zeit zum Lesen und Zeit für die gemeinsame Familiengeschichte: Gemeinsam Bücher lesen, vorlesen, Erlebtes erzählen, die Großeltern bitten, aus ihrer Jugend und ihrem Leben zu erzählen. All das bringt die Familie näher zusammen und bringt Ruhe in die stressige Vorweihnachtszeit.

Nachhaltige Externe Verknüpfung Buchtipps finden Sie auf unserer Website.
Hinweisen möchten wir auch auf die offenen Bücherregale, als Möglichkeit gratis Bücher zu entnehmen, zu tauschen oder nicht mehr benötigte Bücher abzugeben.

8. Dezember - Familientag

Basteln © Gaby Sokoll
Basteln
© Gaby Sokoll

Dieser Feiertag kurz vor Weihnachten bietet sich als Familientag richtiggehend an. Eine gute Gelegenheit, sich  mit Partner und den Kindern gemeinsam auf Weihnachten einzustimmen, Weihnachtsdekoration zu basteln, die Wohnung weihnachtlich zu gestalten oder Weihnachtskekse zu backen. Gemeinsam macht das einfach mehr Spaß, die Arbeiten können nach Fähigkeiten aufgeteilt werden. Wenn sich jeder einbringen kann, macht es noch mehr Freude als allein zu werken.

Geschlechtergleichstellung - Ziel 5

Grazer Landhaus - Orange the World © LT_Stmk FlorianEigletsberger
Grazer Landhaus - Orange the World
© LT_Stmk FlorianEigletsberger

Die Diskriminierung von Frauen und Mädchen soll weltweit abgeschafft werden und Frauen sollen vollen Zugang zum wirtschaftlichen, politischen und öffentlichen Leben erhalten.

In Österreich ist jede fünfte Frau ab ihrem 15. Lebensjahr von Gewalt betroffen und hat körperliche, psychische und sexuelle Gewalt erlebt. Mit speziellen Bildungsprogrammen und Workshops werden die Frauen unterstützt und gefördert. Aufzeigen und nicht verschweigen, thematisieren und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie unterstützen und zur aktiven Mitgestaltung in der Politik animieren. Mit der Kampagne Externe Verknüpfung "Orange the World" von UN Women Austria wird weltweit mit orange beleuchteten Gebäuden auf diese Tragödie aufmerksam gemacht.

Es gibt Einrichtungen, die die Gleichstellung unterstützen, zB:

Externe Verknüpfung Online-Beratung für Frauen und Mädchen
Externe Verknüpfung Lerncafe der Caritas: kostenloses Lern- und Nachmittagsangebot für SchülerInnen bis 15 Jahre
Externe Verknüpfung Frauenhäuser

Sauberes Wasser und Sanitätsversorgung - Ziel 6

Nicht überall ist die Wasserversorgung und Wasserqualität so wie in Österreich. Weltweit ist sauberes Trinkwasser Mangelware. Immer noch müssen viel zu viele Menschen verunreinigtes Wasser trinken oder haben keine sanitäre Versorgung. In einigen Regionen der Welt besteht die Gefahr von sozialen und politischen Konflikten ums Wasser. Bis 2030 wollen die Vereinten Nationen den allgemeinen und gerechten Zugang zu sauberen und bezahlbarem Trinkwasser für alle erreichen.

Fehlender Niederschlag in den Sommermonaten, der damit verbundene niedrige Grundwasserspiegel verbunden mit Hitzetagen sind aber auch bei uns bereits Thema und zeigen die klimatischen Veränderungen. Wasser ist wertvoll und lebensnotwendig für Menschen- Pflanzen und Tiere und  erfordert einen respektvollen Umgang in allen Lebenslagen.

TIPP: Steiermarkbrunnen und Refill:  Teilnehmende Shops und Bars haben an der Eingangstür den Refill Austria Aufkleber. Mitgebrachte Trinkflaschen können mit Leitungswasser wiederbefüllt werden. Das spart Geld, Müll und schützt die Umwelt.

Nähere Informationen zur steirischen Wasserwirtschaft finden Sie unter www.wasserwirtschaft.steiermark.at

Bezahlbare und saubere Energie - Ziel 7

Weihnachtsbeleuchtung in Graz © Gaby Sokoll
Weihnachtsbeleuchtung in Graz
© Gaby Sokoll

Einer von fünf Menschen weltweit hat gar keinen Zugang zu Strom. Daher ist der Zugang zu verlässlicher und moderner Energie ein wichtiges Ziel.

In Österreich wird rund ein Drittel der Gesamtenergie bzw. 72% des Stromverbrauches aus erneuerbaren Energiequellen bereitgestellt. Wesentliche Beiträge können mit dem Einbau von LED-Lampen in Gebäuden und Tausch der Straßenbeleuchtung, mit Berücksichtigung des Energieverbrauchs bei Neuanschaffungen und vielen weiteren Maßnahmen geleistet werden.

Auch bei der Weihnachtsbeleuchtung lässt sich Energie sparen. Bei Lichterketten mit LEDs (Leuchtdioden) liegt der Strom-Verbrauch bei 20 bis 30 % von konventionellen Lampen.

Die umweltfreundlichste Energie jedoch, ist die Energie, die nicht verbraucht wird.

Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum - Ziel 8

Handwerker Stübing © Gaby Sokoll
Handwerker Stübing
© Gaby Sokoll

Nachhaltiges Wirtschaftswachstum, produktive Vollbeschäftigung und menschenwürdige Arbeit für alle, steht im Mittelpunkt des SDG 8. Noch immer muss weltweit jedes zehnte Kind Kinderarbeit leisten, zum Teil unter sehr gefährlichen Bedingungen. Faire Arbeitsbedingungen und ökologisch, soziales Wirtschaftswachstum sind wesentlich.

Bei all der Globalisierung gilt es bewusst auf die Regionalität zu achten und die heimischen Produkte zu kaufen. Mit der Stärkung der regionalen Unternehmen tragen wir dazu bei, dass das Geld in der Region bleibt.

Besonders in der aktuellen Situation ist dieses Thema auch in Österreich wichtiger denn je.

Tipp: Bestimmt gibt es in ihrer Region Gutscheine der regionalen Händler.  Als Beispiel ist hier die Externe Verknüpfung Lipizzanerheimat angeführt. Wer nicht selbst einkaufen gehen kann oder möchte, wird feststellen, dass viele regionale Läden nun die Möglichkeit des Online-Shoppings mit Gratis-Zustellung anbieten.

Industrie, Innovation und Infrastruktur - Ziel 9

Leibnitz weihnachtlich beleuchtet © Stadt Leibnitz
Leibnitz weihnachtlich beleuchtet
© Stadt Leibnitz

Die Globalisierung hat das Leben in Vielem vereinfacht. Doch nicht alle Länder konnten davon profitieren. Deshalb hat man sich vorgenommen, in den am wenigsten entwickelten Ländern bis 2020 den Zugang zur Informations- und Kommunikationstechnologie zu erweitern, und somit den allgemeinen Zugang zum Internet bereitzustellen. So kann die ganze Welt miteinander vernetzt sein.

Da bereits jetzt mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung in Städten lebt, kommt auch dem Ausbau des öffentlichen Verkehrs und erneuerbaren Energien ein wichtiger Aspekt zu. Die Förderung von nachhaltigen Industrien und Investitionen in Forschung und Entwicklung sind allesamt Möglichkeiten, die nachhaltige Entwicklung zu unterstützen.

Beispiel: Die   Externe Verknüpfung Stadt Leibnitz ist auf dem Weg zur Smart City,  in der Wohnen eine hohe Qualität hat und der Wirtschaftsstandort durch das zuvor aufgezeigte Maßnahmenbündel in seiner Bonität gestärkt ist.

Weniger Ungleichheiten- Ziel 10

Brief ans Christkind © Gaby Sokoll
Brief ans Christkind
© Gaby Sokoll

So wie das Ziel 5 - Geschlechtergleichheit - steht auch dieses Ziel für die Reduzierung von Ungleichheiten. Das betrifft Ungleichheiten innerhalb eines Staates aber auch zwischen den Staaten. Die Chancengleichheit soll, ebenso wie ungerechte Einkommensverhältnisse erhöht werden. Eines der Hauptanliegen ist die Stärkung von Entwicklungsländern.  Aber auch der Förderung und Integration von Flüchtlingen kommt große Bedeutung zu.

Auch in Österreich gibt es noch ein Ungleichgewicht. Laut einer AK Studie besitzt das reichste Prozent der Bevölkerung fast ein Viertel des Vermögens.

Tipp:   Externe Verknüpfung Zeit-Hilfs-Netz Steiermark Vielerorts findet Nachbarschaftshilfe zwar noch statt, sie ist aber bei weitem nicht mehr selbstverständlich. Daher bietet das Zeit-Hilfs-Netz eine Plattform, in der Zeit gegen Hilfestellungen im Alltag getauscht oder geschenkt werden kann. Die erbrachten oder in Anspruch genommenen Tätigkeiten werden auf Zeitkonten gebucht.  

Nachhaltige Städte und Gemeinden - Ziel 11

für andere Kekse backen © Gaby Sokoll
für andere Kekse backen
© Gaby Sokoll

Der Zugang zu sicherem, bezahlbarem Wohnraum, die Bereitstellung öffentlicher Verkehrsmittel unter Verringerung der Umweltbelastungen, sowie das Setzen von Maßnahmen zur Reduzierung der Auswirkungen von Katastrophen sind wichtige Forderungen dieses Ziels.

Die steirischen Gemeinden und Städte haben eine hohe Lebensqualität, was auf die Vereinstätigkeiten und das ehrenamtliche Engagement der Bürgerinnen und Bürger zurückzuführen ist. Das Miteinander ist wichtig für den sozialen Zusammenhalt, das Wohl und das Sicherheitsgefühl.

Es gibt viele Möglichkeiten sich ehrenamtlich zu engagieren und sich mit seinen Stärken und Fähigkeiten in das Zusammenleben vor Ort einzubringen. In den Gemeindezeitungen erfahren Sie mehr über die örtlichen Vereine.  Einige Informationen finden Sie auch auf unserer Externe Verknüpfung Website.

Verantwortungsvolle Konsum- und Produktionsmuster - Ziel 12

gefilzter Engel © Laulile
gefilzter Engel
© Laulile

Wir leben in einem reichen Land und haben eine sehr hohe Lebensqualität. Das bedeutet aber, dass wir leider viel mehr Rohstoffe und Fläche beanspruchen, als uns zur Verfügung stehen würden.

Der Externe Verknüpfung ökologische Fußabdruck gibt  an, wie viel Fläche jemand auf Grund seines Konsumverhaltens benötigt.
Mit ihm steht ein weltweiter Indikator zur Verfügung, mit dem wir unseren Energie- und Rohstoffverbrauch in Relation zur bioproduktiven Fläche setzen können. Der Fußabdruck in Österreich liegt bei ca. 5,3 gha. Das bedeutet, wir leben zu Lasten von ärmeren Ländern. 

Nachhaltige Konsum und Produktionsmuster sind das Ziel um unser Überleben langfristig sicherzustellen.  Wenn wir zwischen Bedürfnis und Bedarf unterscheiden lernen, können wir viele Rohstoffe einsparen ohne das Gefühl "verzichten" zu müssen.

Tipp: Das Projekt Externe Verknüpfung "Wir haben genug" von SOL bietet Workshops auf Gemeindeebene an. Im Workshop dreht sich alles um das Thema „Wir haben genug - ein gutes Leben mit geringem Ressourcenverbrauch in der Gemeinde"

Maßnahmen zum Klimaschutz - Ziel 13

verschneite Straße © Ingrid Zuschrott
verschneite Straße
© Ingrid Zuschrott

Unser Planet ist nicht zu retten, wenn wir die fossilen Brennstoffe nicht dort lassen, wo sie hingehören, nämlich in der Erde. Eine umfassende und grundlegende Veränderung ist jetzt sofort nötig, die zu einem neuen kollektiven Bewusstsein führen muss. Zu einer neuen, kollektiven Evolution der Menschheit, die von Euer aller Bewusstsein dieser Dringlichkeit inspiriert und ermöglicht wird." Quelle: Externe Verknüpfung leonardodicaprio.org

Klimaschutz soll verstärkt in die nationalen Politiken, Strategien und Planungen einbezogen werden. Ebenso sollen Aufklärung und Sensibilisierung laut UN verstärkt werden. Auch in Österreich ist der Klimawandel bemerkbar. Die globale Mitteltemperatur ist seit 1880 um 2° Celsius gestiegen. Wir haben zunehmend wärmere Monate, Trockenheit und Starkregenereignisse nehmen zu. In der Steiermark gibt es bereits seit 2010 einen Klimaschutzplan und seit 2015 eine Strategie zur Anpassung an den Klimawandel bis 2030.

Tipp: Es gibt viele Möglichkeiten den Advent klimafreundlich zu gestalten, angefangen bei der Wahl des Adventkalenders oder auch bei den Bäckereien und dem Kochen des Weihnachtsmenü.  Rezeptideen zum klimafreundlichen Kochen finden Sie im Externe Verknüpfung Klimakochbuch.

Leben unter Wasser - Ziel 14

Fischgericht © Dagmar Groß
Fischgericht
© Dagmar Groß

Ozeane, Meere und Meeresressourcen im Sinne nachhaltiger Entwicklung zu erhalten und nachhaltig zu nutzen, steht im Vordergrund dieses Ziels. Die Verschmutzung der Weltmeere soll erheblich verringert werden. 

Was hat das Ziel 14 mit Österreich als Binnenland zu tun?

Obwohl wir ein Land ohne direkten Zugang zum Meer sind, beeinflussen wir durch unseren Lebensstil auch die Zukunft maritimer Ökosysteme. Wir fahren ans Meer in den Urlaub und essen Fisch und Meeresfrüchte.  Rund 60% des importierten Fisches in der EU stammen aus Entwicklungsländern. Für diese Länder ist Fischfang die Haupteinnahmequelle. Die anhaltende Überfischung der Meere bedroht nicht nur Lebensräume und Tierarten, sondern gefährdet auch den Lebensunterhalt von Millionen Menschen mit niedrigem Lebensstandard.

Die bewusste Entscheidung beim Kauf von Fisch und Meeresfrüchten trägt also wesentlich zur Erreichung des SDG14 und dazu den Lebensstandard dieser Menschen zu sichern, bei.

Tipp: Der  Externe Verknüpfung steirische Teichwirteverband ist eine Interessensgemeinschaft und bietet unter anderem Informationen zum Kauf und zur Zubereitung heimischer Fische an. Es werden auch Kochkurse angeboten.

Leben an Land - Ziel 15

Christbaum © Gaby Sokoll
Christbaum
© Gaby Sokoll

Wälder sollen nachhaltig bewirtschaftet werden, der Humusaufbau der Böden ist zu fördern, um damit auch den klimatischen Veränderungen entgegenzuwirken.

Die biologische Vielfalt ist wichtig und es gilt, Maßnahmen zu setzen, die die Biodiversität stärken. In der Steiermark ist der Schutz der Natur durch Raumordnung, Natur- und Artenschutz geregelt.

Naturnahe Gärten, der Erhalt von Streuobstwiesen und Blumenwiesen sind wertvoll für die Artenvielfalt. Naturschutzgebiete, geschützte Landschaften und Maßnahmen zur Renaturierung von Flüssen und Bächen unterstützen dies auch maßgeblich.

Externe Verknüpfung Beispiel Graz: Seit Jänner 2019 setzt die Stadt Graz eine Idee des Kinderparlamentes um. Jedes neugeborene Kind in Graz bekommt von der Stadt Graz ein Bäumchen geschenkt. Weiters gibt es eine   Förderung für jeden auf privatem Grund gesetzten Baum innerhalb des Stadtgebietes.

Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen - Ziel 16

Friedenslicht © FF Haselbach
Friedenslicht
© FF Haselbach

Wir alle leben in Gemeinschaften die nicht ohne Regeln funktionieren. Friede und Sicherheit sind eine Grundvoraussetzung für nachhaltige Entwicklung. Ziel 16 soll friedliche und inklusive Gesellschaften für eine nachhaltige Entwicklung fördern, allen Menschen Zugang zur Justiz ermöglichen und leistungsfähige, rechenschaftspflichtige und inklusive Institutionen auf allen Ebenen aufbauen.

Auch im eigenen Umfeld kann man Vorbild sein, in dem man bei Konflikten auf eine friedvolle Lösung setzt und für Gerechtigkeit sorgt.  Einige Gemeinden bieten Gesprächsrunden an, bei denen man sich informieren kann.  Beispielsweise im Austausch mit Zeitzeugen, um die Geschehnisse der Vergangenheit nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.

BeispielExterne Verknüpfung Erzählcafe in Nitscha: Bei Kaffee und Kuchen werden in regelmäßigen Abständen Geschichten erzählt, die wir  alle im Laufe unseres Lebens erlebt haben.  Wer will, hört einfach zu was andere erzählen.

Partnerschaften zur Erreichung der Ziele - Ziel 17

Kraftplatz © Ingrid Zuschrott
Kraftplatz
© Ingrid Zuschrott

Es gilt: Nur gemeinsam können wir die Einhaltung aller 17 globalen Nachhaltigkeitsziele erreichen.  Daher sollten Staaten, Privatwirtschaft sowie die Bevölkerung an einem Strang ziehen, beispielsweise beim Thema Finanzierung. Reiche Staaten sollen armen Staaten Ressourcen zur Verfügung stellen. Die Vorteile neuer Technologien, insbesondere von Informations- und Kommunikationstechnologien, sollen künftig auch von Entwicklungsländern genutzt werden können.

Tipp: Auch Kinder und Jugendliche sind ExpertInnen für Lebensqualität in ihrem täglichen Umfeld - in der Gemeinde, Schule, in Freizeiteinrichtungen, im Verkehr.  Infos: Externe Verknüpfung Stelle für Kinder- und Jugendbeteiligung

Advent - Zeit auch für sich selbst etwas zu tun

Bienenwachskerzen © Gaby Sokoll
Bienenwachskerzen
© Gaby Sokoll

Weihnachten naht -  und leider lässt man sich oft von der Hektik anstecken. Nehmen Sie sich nun bewusst Zeit für sich selbst. Gerade jetzt ist es besonders wichtig, durchzuatmen und etwas langsamer zu werden.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten um Inne zu halten und ruhig zu werden. Wichtig ist, dass man das wählt, was einem gut tut. Manche basteln gerne, andere hören gerne Musik oder spielen selbst ein Instrument zur Einstimmung auf das Weihnachtsfest. Kerzen, beispielsweise aus hochwertigem Bienenwachs, sowie gute Düfte unterstützen und begleiten den Erholungseffekt.

Geschenke nachhaltig verpacken

nachhaltige Verpackung © Gaby Sokoll
nachhaltige Verpackung
© Gaby Sokoll

Stofftücher aus Baumwolle eignen sich perfekt zum Einpacken. Diese Tüchter kann man im Anschluss zum Putzen verwenden oder für das nächste Fest aufbewahren und wiederverwerten.  Wer kann und mag, findet im Internet viele originelle Falttips aus Japan. Es geht aber auch einfacher, mit Naturmaterialien wie einem hübschen Tannenzweig dekoriert und mit Bast oder Hanf umwickelt.  Auch Zeitungspapier oder aufbewahrte Marmeladengläser eignen sich hervorragend.  Auch mit so einfachen kleinen Schritten leisten Sie einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der globalen Nachhaltigkeitsziele.

Viel Freude beim kreativ sein!

Frohe Weihnachten

Holzschild © Gaby Sokoll
Holzschild
© Gaby Sokoll

Laut WHO soll jeder Mensch täglich 10.000 Schritte gehen. Zu Fuß gehen tut nicht nur der Gesundheit gut, sondern entschleunigt und ist zudem klima- und umweltfreundlich. Vielleicht gehen Sie heute mit der Familie spazieren und genießen die - hoffentlich - weihnachtlich verschneite Natur, den veränderten Blickwinkel und vor allem die gemeinsam verbrachte Zeit.

Denn: "Wenn uns bewusst wird, dass die Zeit die wir uns für einen anderen Menschen nehmen, das Kostbarste ist, was wir schenken können - dann haben wir den Sinn von Weihnachten verstanden." (Roswitha Block)

In diesem Sinne wünschen wir, das Fachteam Nachhaltigkeit, Ihnen ein besinnliches Weihnachtsfest.

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