Advent 2021: Zeit, sich Zeit zu nehmen ...

17 globale Ziele für nachhaltige Entwicklung, verbunden mit Gedanken zum Advent

2015 wurde bei einer UN-Versammlung die Agenda 2030 mit ihren 17 nachhaltigen Entwicklungszielen (Sustainable Development Goals - SDGs) von 193 Nationen - darunter Österreich - einstimmig beschlossen und unterzeichnet. Der Fokus der Agenda 2030 liegt auf der sozialen, ökologischen und ökonomischen Nachhaltigkeit und zielt darauf ab die Welt zu einem besseren Ort zu machen und niemanden "zurückzulassen".

Mit dem Adventkalender 2021 werden diese 17 Ziele vorgestellt und gleichzeitig Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt, wie Jede*r - gerade in der Weihnachtszeit - einen Beitrag zu einer nachhaltigen Zukunft leisten kann. Ergänzt wird der Adventkalender mit 17 Videos, welche im Rahmen einer Nachhaltigkeitskampagne des Landes Steiermark von steirischen Jugendlichen gestaltet wurden, um die Nachhaltigkeitsziele zu erklären.

Das Fachteam Nachhaltigkeit wünscht  Ihnen einen besinnlichen Advent!

Texte:  Mag. Julia Prem, A14

Advent 2021
Advent 2021© Sokoll Gaby

 Wochentag

Kalendertage

 Sonntag   5. 12. 19.
 Montag   6. 13. 20.
 Dienstag 7. 14. 21.
 Mittwoch 1. 8. 15. 22.
 Donnerstag 2. 9. 16. 23.
 Freitag 3. 10. 17. 24.
 Samstag 4. 11. 18.

24. Dezember: Der Heilige Abend

Frohe Weihnachten
Frohe Weihnachten© Sokoll

Jetzt ist er gekommen, der heil'ge Abend,
so möchten wir euch nur mehr eines sagen:
Feiert friedlich, feiert froh,
lebt's nachhaltig und g'sund sowieso.

Hier noch eine indianische Weisheit für mehr nachhaltige Eigeninitiative: „Wir haben die Erde nicht von unseren Eltern geerbt, sondern von unseren Kindern geliehen".

Fürs Warten aufs Christkind, den Weihnachtsmann, Väterchen Frost oder wer ihre Familie zu Weihnachten besucht, findet Ihr hier eine kleine  Weihnachtsgeschichte und ein  Gedicht von Peter Rosegger, ein Video von  Elvira Faust und von 18.30 - 19.30 Uhr die Christmette als  Live-Stream aus der Pfarrkirche Arzberg.

Das Fachteam Nachhaltigkeit wünscht eine friedliche Weihnachtszeit und ein wundervolles Jahr 2022!

Viele wunderbare, tatkräftige Organisationen, zahlreiche Tiere und in Not geratene Menschen freuen sich über einmalige oder regelmäßige Spenden.

Anhand der Liste aller absetzbaren  Spendeneinrichtungen oder dieser  Liste können Sie die gewünschte Organisation aussuchen.

Hier nur ein kleiner Auszug, falls sich in Ihrem Umfeld keine Möglichkeit bieten sollte:

Engel
Engel© Sokoll

Lebensmittel sind kostbar und haben Wertschätzung verdient. Eine gute Planung für die Weihnachtsfesttage kann Lebensmittelabfälle ersparen. Hier finden Sie eine Menge  Tipps für Ihren Einkauf, die optimale  Lagerung sowie einen nachhaltigeren  Konsum. Ist doch einmal zu viel übrig geblieben, kann man gerne Freunde oder Nachbarn beschenken oder das Essen an einem der vielen steirischen Foodsharing -  Fairteiler abgeben.

Wie man klimafreundlich kocht inkl. vieler Rezepte finden Sie im  Klimakochbuch.

Viele Weihnachtsfeiern sind derzeit zwar abgesagt, aber Sie könnten für nächstes Jahr eine nachhaltige Veranstaltung mit den Kriterien von Green Event oder  G"SCHEIT FEIERN planen und umsetzen.

Mehr Infos über Green Events:

Weihnachtsessen
Weihnachtsessen© Prem

Gerade in der Weihnachtszeit wird die  steirische Abfallwirtschaft vor große Herausforderungen gestellt. Die Abfallmenge nimmt um 20% zu, die Altglasmenge sogar um 25%. Es gibt viele kreative Möglichkeiten die Weihnachtsgeschenke zu verpacken, ohne Abfall zu produzieren. Wiederverwendbare Stofftücher, zb. in  Furoshiki-Technik gefaltet, Zeitungen/alte Bücher, schöne Geschirrtücher, selbstbedruckte Stofftaschen sowie Bänder und Verpackungen wiederverwenden uvm.

Auch die Weihnachtsdekoration und den Christbaumschmuck kann man nachhaltiger gestalten. Verwenden Sie grundsätzlich Naturmaterialien, wie Holz, Filz, Ton, Stoffe, Reisig, Bienenwachskerzen, Packpapier oder recyceltes Papier, Bänder aus Hanf, Sisal, Bast usw. Besonders Kinder freuen sich über Selbstgebasteltes in der Weihnachtszeit.

Weihnachtsdeko aus Naturmaterialien
Weihnachtsdeko aus Naturmaterialien© Sokoll

Eine Möglichkeit - gleich mehrere Ziele zu erfüllen - ist, regionale Gutscheine und steirische Köstlichkeiten zu Weihnachten zu verschenken. Dies erfüllt mindestens die Ziele 8, 9, 11 und 12. Es gibt mittlerweile schon in jedem steirischen Bezirk eine Vielzahl von verschiedenen Regionalgutscheinen und regionsübergreifenden Gutscheinen. Eine Auflistung finden Sie  hier.

Die Vorteile sind, dass das Geld und die Kaufkraft in der Region bleiben, Arbeitsplätze fortbestehen und gleichzeitig Neue geschaffen werden. Ob Eintrittskarten für Freizeit und Kultur, wie z.B.  Steiermark Adventures,  Ticketzentrum,  Bühnen Graz oder kulinarische Schmankerl,  Steirische Spezialitäten bzw.  Gutscheine von Gaststätten, all diese Geschenke stärken unsere Region und unsere heimischen Betriebe nachhaltig. Besonders die heimischen  Landwirt*innen und  Direktvermarkter*innen sind ein wesentlicher Tipp, welche ebenfalls einen außerordentlich wertvollen Beitrag zur lokalen Lebensmittelversorgung leisten.

Tipp: Kennen Sie schon  Gustav, ein Geschenkgutschein für regionale und auf Nachhaltigkeit überprüfte Betriebe?

Gutschein
Gutschein© pixabay

Artenschutz zu Hause

In den letzten Jahren wurde in den Medien verstärkt auf den Rückgang der Wildbienen, Schmetterlinge und Vögel eingegangen. Nun wurde seit 40 Jahren erstmals wieder eine  Rote Liste der Steiermark im Auftrag der ÖNJ und unter Federführung des ÖKOTEAMs erarbeitet. Diese zeigt auf, dass in etwa die Hälfte aller Arten gefährdet ist, v.a. Vögel, Insekten und Amphibien sind am meisten bedroht.

Machen Sie ihren eigenen (Stadt-)Garten oder Balkon zu einer biologischen  Oase und helfen so „nebenbei" auch Schmetterlingen, Wildbienen, Amphibien, Vögeln und anderen Tieren. Zum Beispiel können Sie ein wildes Eck anlegen, Blätter-, Zweige-, Stein- und Sandhaufen bewusst platzieren, Vogelfutterplätze, Vogelnistkästen oder Wildbienennisthilfen aufstellen, einen Gartenteich oder Wasserstellen für Vögel, Fluginsekten, Bodentiere und -insekten mit Steinen und Zweigen zum Rauskrabbeln errichten, Teilbereiche Ihres Gartens nur selten mähen und auf giftige Pestizide oder Streusalz verzichten.

Um den Artenschutz zu unterstützen gab es auch heuer wieder 4 Preisträger*innen des  Silberdistelpreises.

In der Weihnachtszeit lassen sich wunderbar unsere heimischen Vögel im Garten beobachten. Dies macht nicht nur Kindern Freude. Dazu einen katzensicheren, erhöhten Futterplatz einrichten und vielleicht sogar mit Kindern selbst  bauen. Man kann auch selber das Vogelfutter vorbereiten und damit Zapfen, alte Häferl, Keksformen oder Tontöpfe füllen. Es gibt Weichfutterfresser und Körnerfresser. Geeignetes Futter sind Beeren, Rosinen, Äpfel, Walnüsse, Haselnüsse, Sonnenblumenkerne, Hanfsamen, Mohn, Kokosöl. Nähere Informationen dazu finden Sie  hier.

 

Vogel
Vogel © pixabay

Bisher haben wir in 17 Tagen die 17 Ziele kurz erklärt, nun möchten wir auf einzelne Ziele bzw. Themen genauer eingehen.

Fachgerechte Entsorgung von Plastik und Verpackungsabfall

Die steirische Abfallwirtschaft beinhaltet eine sehr gut funktionierende Infrastruktur von der Sammlung, über die Aufbereitung bis hin zum Recycling. Jedoch landet nicht jeder Abfall in dem dafür vorgesehenen Behälter. So manches findet man auch am Straßenrand, im Wald oder in unseren Gewässern. So können nach einer langen Reise durch unsere Flüsse Reste von Plastikverpackungen als so genanntes Makroplastik im Meer landen.

Mittlerweile existieren weltweit viele Projekte, die Plastik aus Meeren und auch aus Flüssen  fischen oder aus Meeresplastik wunderschöne Produkte herstellen. Waschen Sie diese Produkte und ebenso Ihre synthetische Kleidung (z.B. Funktionswäsche) mit dem  Guppyfriend®-Waschbeutel, welcher angeblich ca. 70% der Mikropartikel rausfiltern kann, und Sie können diese anschließend sorgsam dem Restmüll zuführen.

Verzichten Sie so weit wie möglich auf Plastik (Verpackungsmaterial Ihrer Weihnachtsgeschenke, synthetische Kleidung, Glitzer, Weihnachtsdeko, Lametta, Engelshaar ...), werfen Sie Plastikverpackungen stets in den gelben Sack und verzichten Sie auf Produkte mit Mikroplastik. Es gibt einige Apps mit denen man Produkte u.a. Kosmetika auf ihre Inhaltsstoffe prüfen kann.

Schildkröte
Schildkröte© pixabay

Die Agenda 2030 mit ihren 17 Nachhaltigkeitszielen ist für alle 193 Nationen gültig und jede*r Einzelne hat mit seinem Lebensstil positive und negative globale Auswirkungen und kann einen Beitrag zu einer besseren Welt leisten. Viele Länder schaffen es unter Umständen nicht ohne unsere Hilfe gewisse Ziele, wie „Keine Armut", „Kein Hunger", „Sauberes Wasser...", „Hochwertige Bildung" usw. zu erreichen, daher müssen Kooperationen zwischen den Ländern geschaffen werden.

Viele Projekte haben klein sowie lokal begonnen und jede einzelne Aktion kann etwas zur Förderung von Personen in ärmeren Ländern beitragen. Die Summe der Einzelinitiativen kann die Lösung für eine Region sein. Das Land Steiermark hat mittlerweile über 1300 Projekte zur Entwicklungszusammenarbeit gefördert. Es geht nicht nur um Unterstützung, sondern auch darum, dass Arm und Reich voneinander lernen können. Ein zukunftsweisendes  Projekt aus dem Bezirk Weiz wird im heutigen Video vorgestellt und zeigt uns, wie einfach jede*r Einzelne helfen oder auch eine eigene Kampagne starten kann. Viele Organisationen unterstützen ebenso zur Weihnachtszeit Kooperationen mit Ländern des Südens. Vielleicht freuen sich Ihre Liebsten über eine Spende anstatt eines Weihnachtsgeschenkes. Wir haben es in der Hand, wie unsere Welt morgen aussieht!

Beispiele:

Kooperation Liebe und Frieden
Kooperation Liebe und Frieden© pixabay

Vor 76 Jahren ging der 2. Weltkrieg zu Ende und seitdem haben wir das Glück, dass wir und unsere Kinder in einem der sichersten Länder der Welt leben dürfen, innerhalb eines demokratischen Rechtssystems. Die Flüchtlingswellen in den letzten Jahren zeigten uns klar auf, warum gerade Österreich und Europa als Migrationsziel angestrebt werden. Zusätzlich erfuhren wir von Krieg, Gewalt und Armut in den Medien oder aus erster Hand. 2020 gab es 29 Länder mit kriegerischen und bewaffneten Auseinandersetzungen, weitaus mehr Länder erleben tagtäglich Unterdrückung und Gewalt. „Alle Form von Gewalt ist ein tragischer Ausdruck unerfüllter Bedürfnisse" (Zitat von Marshall B. Rosenberg). Unvorstellbar, plötzlich seine Familie, seine Freunde und sein Land verlassen zu müssen, weil man anhaltend mit Krieg, Gewalt, Leid und Hunger konfrontiert ist. Jeder Krieg ist definitiv einer zu viel.

In Österreich erleben wir Frieden - schauen wir gemeinsam, dass das auch weiterhin so bleibt!

Frieden beginnt in der Familie. Gespräche mit den Großeltern und Urgroßeltern, die als Zeitzeugen viel Leid und Hunger erleben mussten, können uns sensibilisieren weiterhin für eine friedvolle Welt einzustehen, weit über den weihnachtlichen Hausfrieden hinaus.

Kennen Sie das  Erzähltheater „Meine Welt und die 17 Ziele"?

Dies ist eine spannende Sache, auch um die lange Wartezeit bis Weihnachten für ungeduldige Kinder zu überbrücken. Das UBZ Steiermark hat gerade für die Kleinsten eine Möglichkeit geschaffen, die globalen Nachhaltigkeitsziele mittels wunderschöner A3-Bilder spielerisch zu erarbeiten. Mehr Informationen sowie die Möglichkeit das Erzähltheater günstig zu erwerben, finden Sie  hier.

Seien Sie ein Vorbild im friedvollen, wertschätzenden und gewaltfreien Umgang miteinander. Konflikte und Meinungsverschiedenheiten gehören zum menschlichen Miteinander dazu, diese kann man gewaltfrei und respektvoll miteinander besprechen. Methoden dazu gibt es viele (z.B. GFK -  Gewaltfreie Kommunikation)

Frieden beginnt bei dir und mir.

No more war
No more war© pixabay

Die Steiermark ist das waldreichste Bundesland Österreichs mit einem Waldflächenanteil von 62%. Außerdem gibt es viele Grün- und Freiflächen, Naturschutzgebiete, Naturparks und auch gesetzliche Grundlagen zum Schutz der Natur und Artenvielfalt sowie Renaturierungsmaßnahmen von Fließgewässern.

Bodenschutz und Artenschutz

Wichtig ist der pflegliche und angemessene Umgang mit unserem Boden. Somit sind nicht nur Landwirt*innen sondern auch die Gartenbesitzer*innen aufgerufen auf giftige Dünge- und Spritzmittel wie Pestizide, Herbizide, Insektizide sowie Fungizide zu verzichten und v.a. keine glyphosathältigen Mittel zu verwenden.

Jede Pflanze unterstützt den Artenreichtum, wobei auch deren Herkunft von großer Bedeutung ist. Vor allem soll der Fokus auf heimische Blumen, Sträucher und alte Obstbaumsorten gerichtet werden, welche gentechnikfrei und vom Saatgut bis zum Pflänzchen chemisch unbehandelt sind. Dies kann man am ehesten durch biologische Gütesiegel sicherstellen. Die  „Aktion Wildblumen" des Vereines „Blühen&Summen" vergibt teilweise kostenlos selbst gezogene Wildblumen an steirische Gemeinden und Privatpersonen für „bunte Wies'n wie früher".

 Heimische Christbäume gibt es an vielen Standorten zu kaufen. Vielleicht ist auch ein kleiner lebender Christbaum im Topf heuer eine Alternative?

Info:  For insects - for nature - for future; Flyer für Gemeinden

Christbaum im Freien
Christbaum im Freien© Sokoll

Dieses Ziel bezieht sich auf den Schutz unserer Meere und ihrer Bewohner. Und auch wir haben darauf Einfluss.

Heimischer Fisch und spritfahrendes Autofahren

Sie können darauf achten, dass der Fisch aus heimischen Gewässern und aus nachhaltig zertifiziertem Fang bzw. nachhaltiger Zucht stammt. Es gibt mittlerweile neben einigen Biozüchter*innen auch steirischen Lachs oder steirische Garnelen. So können Sie einer Überfischung der Meere entgegenwirken.

Haben Sie gewusst, dass neben dem achtlosen Wegwerfen von Kunststoffabfällen (Makroplastik), insbesondere auch der immense Reifenabrieb der PKWs (Mikroplastik) verantwortlich ist für Plastik und Mikroplastik in der Umwelt, den Flüssen und Meeren? Lernen Sie einen spritsparenden sowie defensiven Fahrstil und kontrollieren Sie regelmäßig den Reifenfülldruck, ob dieser noch optimal ist. Denn das soll sich positiv auf den Reifenabrieb auswirken.

Fischgericht
Fischgericht© Groß

Auch in der Steiermark sind die Auswirkungen des Klimawandels stark spürbar. Um dem entgegenzuwirken gibt es einen Klimaschutzplan, eine Strategie zur Anpassung an den Klimawandel bis 2030 und die Klima- und Energiestrategie 2030. Durch das Klimaticket des öffentlichen Verkehrs sowie die Förderungen im Bereich der erneuerbaren und CO2 neutralen Energieträger, wurden schon große Maßnahmen eingeleitet. Mit 13,5 Millionen Tonnen CO2 Äquivalenten an Treibhausgasemissionen im Jahr 2019 liegt die Steiermark aber noch auf Platz 3 im Bundesländervergleich.

Klimaticket, Sanierungen, grüner Strom und 100% Recyclingpapier

Wie bei  Ziel 11 schon angesprochen, verursacht der individuelle PKW-Verkehr über 50% der Treibhausgasemissionen. Statt dem Auto kann man öffentliche Verkehrsmittel (z.B. mittels Klimaticket), das (Elektro-)Rad oder Carsharing - auch für Weihnachtseinkäufe - nutzen.

Neue, nachhaltige Heizungen oder bauliche  Sanierungen wie Fenstertausch, ökologische Dämmung usw. werden nach wie vor hoch gefördert.

Mittlerweile gibt es schon einige grüne Stromanbieter, welche keinen Strom mehr aus fossilen Brennstoffen oder zugekaufter Atomkraft ins Netz einspeisen ( Stromanbieter-Check, GLOBAL 2000). Ein Umstieg ist online leicht und relativ schnell zu erledigen.

Zusätzlich kann man zum Klimaschutz beitragen, indem man weniger oder kein Fleisch isst, keine torfhaltige Gartenerde verwendet, auf 100% Recyclingpapier setzt (bei Papier, Toilettenpapier und Hygieneartikel) und lieber  Bäume pflanzt als diese direkt oder indirekt mittels Konsum abholzen lässt. Beispielsweise für Anbauflächen von Soja, Palmöl, Kaffee und Kakaobohnen in Regenwaldgebieten oder in Europa für Heizmaterial, Baumaterial, Möbelbau und v.a. Unmengen an oft vermeidbarem Papier in Schulen, Universitäten und Büros.

Weltkugel
Weltkugel© pixabay

2018 wurde in der Steiermark ein Produktionswert von 7,7 Mrd. mit umweltorientierten Produkten und Dienstleistungen (EGSS) geschaffen. Die Unternehmen des steirischen Green Tech Clusters werden jährlich mehr.

Reparatur, Gütesiegel, plastikfrei und giftfrei

Das nachhaltigste Produkt ist jenes, welches NICHT produziert und somit vermieden wurde. Produkte soll man länger verwenden, wenn möglich reparieren und schließlich richtig entsorgen bzw. recyceln. Achten Sie auf Gütesiegel (biologisch, fair, nachhaltige Kleidung...). So bestimmen Konsument*innen, welche Produkte zukünftig stärker produziert werden. Vielleicht gibt es auch die Möglichkeit, Produkte nicht zu kaufen, sondern zu verwenden, gemeinschaftlich zu nutzen oder zu mieten. Entscheiden Sie sich für plastikfreie Verpackungen bei Ihren Weihnachtsgeschenken (Naturpapier, Stoff - Furoshiki, Hanf- oder Stoffbänder...). Achten Sie beim Einkauf von Spielzeug auf giftfreie und plastikfreie Produkte und verwenden Sie wiederaufladbare Batterien für Spielzeuge.

Links:

Geschenke
Geschenke© Gaby Sokoll/A14

Die Steiermark ist lebenswert. Unsere Städte und Gemeinden sind stets bemüht die Lebensqualität zu verbessern. Herausforderungen für Gemeinden und Städte sind nach wie vor öffentlicher Verkehr, Ausbau der Radnetze, Landflucht, Umweltkatastrophen, Feinstaub und Abfallwirtschaft.

Nachhaltige Mobilität fördert die Lebensqualität in der Steiermark

Über 50% der Treibhausgasemissionen in der Steiermark sind der Mobilität zuzuschreiben, davon macht der PKW-Verkehr den größten Anteil aus. Diese Emissionen steigen jährlich an und sind in den letzten 30 Jahren in Österreich um 75% angestiegen. 2019 gab es in Österreich 24,2 Millionen Tonnen CO2-Ausstoß. Das Klimaziel der Bundesregierung für 2030 wäre 15,7 Millionen Tonnen CO2.

Ein Ausbau der Rad- und Fußwege sowie der Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel (Klimaticket) bzw. auf das (Elektro-) Rad hätten auch optimale Nebeneffekte, wie die Verbesserung der Luftgüte und eine Lärmreduktion.

Mehr als die Hälfte aller Autofahrten sind unter 19km, davon sind 40% sogar unter 5km. Dies sind Wege, die man prinzipiell zu Fuß oder mit dem (Elektro-) Rad zurücklegen könnte und dies wirkt sich positiv auf Ihre Gesundheit aus.

alternative Mobilität
alternative Mobilität© A14

Zwar zählt Österreich zu den reichsten Ländern der Welt, jedoch ist auch bei uns dieser Reichtum ungleichmäßig verteilt. So besitzt das reichste Prozent der Bevölkerung fast ein Viertel des Vermögens. Der sogenannte Gini-Koeffizient berechnet das Maß der Ungleichheit und dieser lag 2019 in der Steiermark bei 25%. Österreichweit fällt dieser sogar noch ungleicher aus mit 27,5%. Insbesondere Menschen mit Migrationshintergrund oder mit Behinderung haben oft geringere Chancen in der Bildung und somit auch in Beruf und Einkommen.

Weihnachtsbasar der Kulturen

Wie wäre es mit einem Weihnachtsbasar der Kulturen in der Schule oder in Ihrer Gemeinde? Es werden hier die unterschiedlichen Traditionen vorgestellt (wo wird wann und wie gefeiert), verschiedene Weihnachtsessen und -naschereien verköstigt sowie traditionelles Kunsthandwerk vorgestellt und eventuell auch verkauft. Vielleicht wäre auch eine Filmvorführung über Kriegsgebiete, wie z.B. Syrien oder über die politischen oder wirtschaftlichen Missstände, wie z.B. im Sudan, Somalia oder Nigeria ein Vorschlag? Dies baut Ängste und Vorurteile ab und fördert das Verständnis und den Respekt für Menschen, unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Religion, Ethnie, sexueller Ausrichtung, Beeinträchtigung oder Alter.

 Kriege weltweit 2020 | FRIEDEN FRAGEN (frieden-fragen.de)

 

Collage
Collage © pixabay

Die steirische Infrastruktur (Straßen, Stromversorgung, Telekommunikation und öffentliches Verkehrsnetz) und die heimische Industrie (v.a. Holzbranche) haben sich gut etabliert und entwickeln sich ständig weiter. Die Forschungsquote und die Herstellung technologischer Waren sind in der Steiermark sogar höher angesiedelt als in Österreich.

Einkauf bei Nahversorgern und steirische innovative Produkte

Kaufen Sie bei Ihren Nahversorgern ein. Dies betrifft auch Nahwärme, Stromversorgung und heimische Betriebe. Die Unterstützung der lokalen Betriebe stärkt die örtliche Infrastruktur.

Durch die regelmäßige Nutzung regionaler und dezentraler Mobilitätsangebote können diese Möglichkeiten auch weiterhin bestehen bleiben, wichtig v.a. für ältere und kranke Menschen in entlegenen Regionen.  Kaufen Sie steirische innovative Produkte, auch als Weihnachtsgeschenke:

 Preisträger des Innovationspreises

Winterlandschaft
Winterlandschaft© pixabay

Die Erwerbslosenquote lag 2020 in der Steiermark (4,4%) zwar niedriger als im Österreichvergleich (5,4%), aber speziell der Anteil der jungen Erwachsenen (15-24 Jahre), die weder einer Arbeit nachgehen noch in einer Aus- oder Weiterbildung sind, ist sehr hoch (Steiermark 7,6%, Österreich 8,0%).

Regional einkaufen

Stärken wir den heimischen Arbeitsmarkt, indem wir beim Einkauf der Weihnachtsgeschenke lokale Betriebe bevorzugen (u.a. Buchhandel, Spielwaren, Elektrofachgeschäfte, Kunsthandwerk, Gutscheine...). Geben Sie online ebenso regionalen Betrieben, „niceshops" und „Shöpping" den Vorrang. Beim Kauf Ihrer Lebensmittel achten Sie auf biologische und fair gehandelte Ware oder beziehen Sie direkt bei Ihrem regionalen Landwirt.

Beispiele:

Weihnachtsengel
Weihnachtsengel© Sokoll

2019 war der Energieverbrauch pro Kopf in der Steiermark höher (152 PJ) als im Österreichvergleich (128 PJ) und dieser Wert ist seit 2014 stetig am Steigen. Der Anteil der erneuerbaren Energien ist steiermarkweit niedriger (30,0%) als in Österreich (33,6%).

Energie sparen

So schön die Weihnachtsbeleuchtung auch ist und sie Kinderherzen höherschlagen lässt, so immens hoch ist auch der Stromverbrauch in der Weihnachtszeit. Abhilfe kann hier geschaffen werden mit energiesparenden LED-Birnen und Zeitschaltuhren.

Gleich im Handy speichern und ein Zeichen setzen: Am 26. März 2022 von 20.30 - 21.30 Uhr findet wieder die so genannte „earth hour" statt, wo eine Stunde lang das Licht abgeschaltet wird. Ziel ist, ein globales Zeichen zu setzen und v.a. Politik und Wirtschaft aufzufordern sich verstärkt für Umwelt- und Klimaschutz einzusetzen. 2021 haben weltweit 197 Länder mitgemacht und sogar ganze Städte schalten das Licht an Kirchen und Sehenswürdigkeiten ab.

Weihnachtskrippe
Weihnachtskrippe© pixabay

Österreich ist zwar eines der wasserreichsten Länder der Erde, aber auch wir kennen Begrenzungen im Hochsommer und immer weniger Schnee im Winter. Klimawandel, Flächenversiegelung, Rohstoffabbau (u.a. Holz), Abfalldeponien, Abgase und intensive Landwirtschaft haben Auswirkungen auf unser Grundwasser und den Wasserkreislauf der Erde.

In Österreich verbraucht eine Person im Durchschnitt 130 Liter Wasser pro Tag. Rechnet man das "virtuelle Wasser", also das von Industrie und Landwirtschaft verwendete Wasser hinzu, kommt man auf 4.700 Liter Wasser pro Tag und Person.

Sauberes Wasser und Wasser sparen

Die Toilette bzw. der Kanal sind keinesfalls für Hygieneartikel, Feuchttücher, Speisereste (v.a. Fett und Öl), Zigarettenstummel und sonstigen Abfall geeignet, dafür gibt es spezielle Entsorgungseinrichtungen. Dieser falsch entsorgte Abfall, stellt die Kläranlagen stets vor große Probleme.

Bei Spaziergängen - nicht nur zur Weihnachtszeit - darauf achten, den Abfall (auch Zigarettenstummel) stets im Abfallbehälter zu entsorgen und beim Weihnachtsputz nur sparsam dosierte, ungefährliche Reinigungsmittel verwenden.

Ebenso ist es wichtig Wasser niemals grundlos rinnen zu lassen, z.B. beim Zähne putzen oder in der Dusche.

Lassen Sie sich  Ihren virtuellen Wasserfußabdruck berechnen, oder  verschenken Sie ein Monat Trinkwasser für 50 Menschen.

alte Wasserpumpe
alte Wasserpumpe© pixabay

Der Gender Gap im Beruf und vor allem in der Bezahlung ist nach wie vor sehr hoch in Österreich und in der Steiermark. 2020 arbeiteten 50% der Frauen in der Steiermark Teilzeit,  Männer hingegen nur 9%. Außerdem lag der Unterschied in der Entlohnung in Österreich 2019 bei 14,3%, das bedeutet, dass bis zum 21. Februar 2021 (Equal Pay Day) österreichische Frauen im Vergleich zu Männern sogar kostenlos gearbeitet haben.

Jeder Mensch hat Stärken

Jeder Mensch ist in seinen Begabungen einzigartig und kann alles tun, was seinen Stärken entspricht und mittels Empowerment seine Stärken ausweiten. Mädchen und Frauen können frauenuntypische Berufe wählen und man kann Papa-Gruppen für gemeinsame Aktivitäten mit ihren Kindern - wie Kekse backen, Schneemann bauen, Rodeln... - organisieren.

Jährlich zwischen dem 25.11. und dem 10.12. finden die 16 Tage gegen Gewalt an Frauen statt. Im Zuge der weltweiten UN-Kampagne „ Orange the world - stoppt Gewalt an Frauen" werden in Graz wieder viele Fassaden orange beleuchtet.

Schnee-Frau
Schnee-Frau© pixabay

Spaß und Austausch

In Österreich ist Bildung zwar kostenlos, aber nicht alle haben die gleichen Chancen und manche schaffen den Pflichtschul- oder Lehrabschluss nicht. Zusätzlich soll der Fokus auch auf lebenslanges Lernen gelegt werden. Nur 11% in der Steiermark nutzen allgemeine und berufliche Weiterbildungsmaßnahmen.

Sich zu seinen Lieblingsthemen mehr Wissen anzueignen kann Spaß machen. Zum einen kann man Büchertankstellen, Büchereien und Vorträge besuchen, zum anderen findet man online zahlreiche kostenlose Videos oder Apps. Gleichgesinnte, die sich über einen regen Austausch über ihre Lieblingsthemen freuen, findet man in sozialen Medien und im realen Leben.

Buch
Buch© pixabay

In Österreich haben grundsätzlich alle Menschen Zugang zu einer umfassenden Gesundheitsversorgung. Jedoch gibt es neben strukturellen Verbesserungsmöglichkeiten, immer noch gravierende Unterschiede der persönlichen Lebensstile und v.a. Stress, Bewegungsmangel, ungesunde Ernährung, Alkohol- und Tabakkonsum sind Ursachen für Erkrankungen.

Bewegung, gesundes Essen und Freundschaften

Was ist förderlich für die eigene Gesundheit? Notwendig sind frische Luft, frisches Wasser, gesunde Lebensmittel, Bewegung, soziale Netzwerke und wohltuende Hobbies.

Bewegung: Initiierung von Sport- und Bewegungsprojekten für alle Altersstufen (Laufgruppe, Yoga, Tanzen...) oder öfters mit seinen Kindern spazieren gehen.

Gesundes Essen: Im Kindergarten, in der Schule, in der Arbeit und zu Hause wäre eine Reduktion von zucker- und fetthaltigen Speisen, Getränken und Süßigkeiten empfehlenswert. Stattdessen dem gesunden Essen den Vorzug geben (Obst, Gemüsesticks, Smoothies, selbstgemachte Aufstriche...). Es gibt auch zahlreiche Keksrezepte ohne bzw. mit wenig Zucker, Butter usw.

Freundschaften: Wichtig ist, die eigenen Kinder zu unterstützen, dass sie gesunde, sozial und emotional stabile Freundschaften entwickeln. Nachgeben und Dialog statt Streit, Füreinander statt Gegeneinander, ein Gespräch, ein Lächeln, Spaß oder Zeit schenken. Dasselbe gilt auch für uns Erwachsene - und das nicht nur zur Weihnachtszeit.

Bewegung
Bewegung© pixabay

Lebensmittel sind kostbar

In der Steiermark werden jährlich 80.000 - 100.000 Tonnen Lebensmittel weggeworfen. 1kg Lebensmittelabfall verursacht ungefähr 2kg CO2 - Emissionen. Gleichzeitig gibt es ca. 600.000 Menschen, die sich kein ausreichendes, gesundes und ausgewogenes Essen leisten können. Erst 22% der landwirtschaftlichen Flächen in der Steiermark werden biologisch und somit nachhaltig bewirtschaftet.

Nicht nur zur Weihnachtszeit ist es möglich einerseits Essen an Vereine, Tafeln, Suppenküchen oder Foodsharing-Fairteiler zu spenden und andererseits auch bei diversen Einrichtungen bei der Durchführung von  Tafeln oder  Fairteilern ehrenamtlich mitzuhelfen. Lebensmittel sind kostbar. Ebenso kann man Lebensmittelreste haltbar machen und so weiterschenken. (Stichworte: Einkochen/Einrexen, Zero Waste Küche). Vielleicht ist ein Foodsharing-Fairteiler in Kooperation mit lokalen Lebensmittelhändlern und Gastronomiebetrieben auch etwas für Ihre Gemeinde?

Regionale Produkte unterstützen heimische Landwirte und gesunde Lebensmittel fördern einen guten Boden. Achten Sie auf Lebensmittelkennzeichnungen und Gütesiegel auch beim Kauf Ihrer Lebensmittel für Weihnachtskekse, Adventkalender, Nikolosackerl, Christbaumnaschereien und dem Weihnachtsessen.

 Informationen zur Lebensmittelweitergabe

Lebensmittelspende
Lebensmittelspende© Julia Prem

Spenden Sie zur Weihnachtszeit Sachspenden, Geld oder Zeit

Österreich ist eines der reichsten Länder der Welt, trotzdem gibt es Armut, jedoch meist versteckt. 16% der Menschen in der Steiermark sind armuts- bzw. ausgrenzungsgefährdet.

Steiermarkweit gibt es tolle Initiativen, welche man auch zu Weihnachten nützen kann, um einkommensschwache Personen und Familien zu unterstützen: „Kost-Nix-Läden",  Geschenke-Verteiler,  Büchertankstellen,  Secondhandshops,  Sozialmärkte, Flohmärkte oder Tauschbasare - teilweise auch online und in sozialen Medien zu finden. Gerne kann man auch in der Gemeinde neue Verteiler aufstellen oder unterstützen bzw. organisieren Sie Sammelaktionen.

Wichtig sind derzeit v.a. Spielzeug, Lernmaterialien, Winterkleidung und Winterschuhe und ganzjährig auch Lebensmittel oder finanzielle Unterstützung.

Winterkleidung
Winterkleidung© Julia Prem
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